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Wer hat ein Alan HP446 Ladegerät? - Foto benötigt

Milan

New member
Hallo zusammen,

durch eine Dummheit meinerseits habe ich leider mein Ladegerät meines HP446 gehimmelt. Genauer gesagt den kleinen Widerstand auf der Platine (siehe Foto). Und dieser ist leider so verschmurgelt, dass die Ringe nicht mehr erkennbar sind und ich weiß nicht, was für ein Typ dort verbaut war.

Daher möchte ich mich erkundigen, ob jemand zufällig ein solches Ladegerät besitzt und ein Foto von dem Widerstand machen könnte, damit ich weiß, welche Ohm-Zahl ich dort einlöten muss?

Das Ladegerät kann man sehr leicht ohne Werkzeug durch zur Seite drücken der 4 Clips auf der Unterseite öffnen (keine Bruchgefahr).

Über Hilfe wäre ich sehr Dankbar!

Viele Grüße
Milan
Image00001.jpg
 

Wasserbueffel

Administrator
Teammitglied
Sowas hatte ich vor 10 Jahren mal hier stehen....
Kannst die Platine mal rumdrehen??
Hast mal gemessen was an plus und minus der Batteriekontakte rauskommt.
Müssten so 8,3 bis 8,4 Volt sein...
Nicht das nur der Widerstand für die LED defekt ist.??

Walter
 

Milan

New member
Danke für die Antworten!
Das mit dem Temp Kontakt sehe ich genauso, an den anderen beiden Kontakten liegen 11,85 V an.
Hier das Foto von der Unterseite der Platine.
 

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Die Waldfee

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Wie WaBü schon vermutete, der kleine Widerstand ist nur der VW für die LED.
Der Ladestrom wird über den größeren Drahtwiderstand geführt.

Gut möglich, dass auch die LED kaputt ist.

Ansonsten:
(12 V - 1.5 V) / 20 mA = 525 Ohm = Normwert 470 oder 560 Ohm. Toleranz und Leistung (ab 200 mW) egal.

P.S. wie hast du den denn kaputt bekommen? 230 V angeschlossen?
 
Zuletzt bearbeitet:

Milan

New member
Vielen Dank für die Info, dann werde ich es mit einem Widerstand in der Größenordnung probieren, je nachdem, was ich da habe.
Darf ich fragen, wie du auf 1,5 V und 20 mA kommst?

Kaputt bekommen hab ich das mit einem Automatikladegerät, das mit ca. 1 A reingeballert hat.
Hatte das vor rund 10 Jahren schonmal gemacht und dafür die Widerstände getrennt, eben damit nichts kaputt geht. Letztendlich habe ich die Ladeschale nur als Kontakt zum Akku verwendet, denn ohne diese bekommt man den Akku ja nicht geladen. Nun nach dieser langen Zeit wollte ich testen, ob der Akku wiederbelebbar ist. Nur leider hatte ich die Sache mit den Widerständen vergessen... einfach blöd halt 😬

PS: Deiner Signatur stimme ich zu!
 

Die Waldfee

Active member
Darf ich fragen, wie du auf 1,5 V und 20 mA kommst?
Das sind typische Werte für eine rote Leuchtdiode in Durchlassrichtung.

Für eine "Wiederbelebung" gehe ich mit einem Labornetzteil direkt auf die Goldkontakte am Akku.
Benötigt ja meist nur 1-3 Sekunden (wenn es denn klappt)

P.S.
Als Dankefunktion gibt es hier im Forum z.B. auch den "Like" Button, damit spart man sich Tipparbeit.
(y)
 

Milan

New member
Super, vielen Dank (trotz Like Button ;))

Ein Labornetzteil hätte ich da, welche Werte würdest du da einstellen? Hätte sonst versucht per mehrmaligem Laden/Entladen den 7,2V NiMH Akku wiederzubeleben.
 

Die Waldfee

Active member
ACHTUNG!
Lithium ist nicht unprolematisch in der Handhabung, Li-Ion Akkus neigen zum Explodieren oder Verbrennen (siehe Tesla :))
Daher immer Vorsicht walten lassen!

Folgende Informationen sind hilfreich:


Alle gegebenen Tipps richten sich an Elektrofachkräfte mit ausreichend Erfahrung mit Akkus und deren Gefahrenausstrahlung und Handhabung!

Meist, wie WaBü schon erwähnt, haben die LiIo Akkus im Handfunken 8.4 V Ladeschlußspannung (2x in Reihe LI-Ion).

Schnellladung sollte 1Q nicht überschreiten, also bei z.B. 1200 mAh Imax = 1.2 A,
dabei aber Akku auf Erwärmung überwachen!

Zum Wiederbeleben EINES TOTEN Akkus würde ich, unter Einhaltung aller Schutzmaßnahmen und Sicherheitshinweise, das Netzteil einstellen wie folgt:

U= 10 Volt
I = 3 - 5 x Q (also bei einem 1200 mAh also ca. 3,6 A - 6 A)
maximal 3 Sekunden "Defibrilieren".

Das funktioniert bei Akkus mit und ohne eingebauter Schutzschaltung

Wenn danach der Akku immer noch 0 V hat, ist er wahrscheinlich nicht mehr zu retten.

ALTE, gebrauchte Akkus die noch Spannung aufweisen (min. 2.5 V / Zelle), können nach meiner Erfahrung nicht weiter verbessert werden, in dem man sie mehrmals auf- und entlädt. Ein "neuer" Akku, der nur lange gelagert wurde, der kann durchaus durch mehrmaliges Aauf- und Entladen eine Kapazitätserhöhung erfahren.

Will man einen Akku über ein Labornetzteil aufladen, so muss man beachten, dass eine Ist - Spannung > 4.2V / Zelle (also in deinem Fall 8.4 V) dazu führen kann, dass der Akku explodiert! Und wegen ein paar Euro für einen neuen Akku sollte man nicht sein Haus in Brand setzen, gelle? :)

Der Ladestrom kann sich zwischen 0.1 - 1.0 Q bewegen, bei höheren Stromstärken aber darauf achten, dass der Akku nicht warm / heiß wird.

Noch was:
Im Gegensatz zu NiCd - Akkus dürfen Li-Ion Akkus während des Ladens nicht (zu) warm werden!
Ein li-Ion Akku > ca. 40° C deutet auf defekten Akku oder zu hohen Ladestrom hin.

Lagern:
Zum längeren Lagern sollte ein Li-Ion Akku auf ca. 40-70% aufgeladen werden.
Ganz voll oder ganz leer hat er nicht so gerne.

Li-Ion Lebesdauer:
Ungeachtet der Ladezyklen kann man davon ausgehen, dass ein Li-Ion nach 5 Jahren oder länger Kapazität verliert.
 

Milan

New member
Danke für die ausführliche Antwort, es ist aber leider ein NiMH Akku, 7,2V und 1300 mAh. Er war nie komplett tot, es lässt sich nur kaum was reinladen, bzw. er hält nicht mehr lange. Das lag wohl an der jahrelangen Nichtnutzung.
 

Die Waldfee

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Danke für die ausführliche Antwort, es ist aber leider ein NiMH Akku, 7,2V und 1300 mAh. Er war nie komplett tot, es lässt sich nur kaum was reinladen, bzw. er hält nicht mehr lange. Das lag wohl an der jahrelangen Nichtnutzung.

Für NiMH gelten dieselben Netzteileinstellungen, diese Zellen sind auch etwas robuster.
Allerdings sind dann 6 Zellen verbaut (in Reihe) und die Chance ist Groß, das mind. eine "faul" ist, die ziehen dann
die anderen mit runter. Das beste wird wohl ein Ersatzakku sein.
Manchmal kann man die Zellen mit etwas handwerklichem Geschick auch selber austauschen, z.b. gegen Eneloop's.
 

Wasserbueffel

Administrator
Teammitglied
Das an den Akku Kontakten 11,85 Volt liegt kommt vom Netzteil.
Das sind meist unstabilisierte Billigteile wo erst die Spannung bei Belastung runtergeht.
Kannst ja mal am Stecker des Netzteiles messen.
Wenn DC keinen richtigen Sinn ergibt mess mal probeweise AC.
die Dinger haben keine gute Siebung.....

Würde den Akku mal aufschneiden und die einzelnen Zellen messen.
Wie der Waldfeger schon sagte,bestimmt eine oder 2 Zellen hinüber.
Wenn es keine Spezialgrößen sind könnte man ja tauschen.....

Wie man Akkus aus dem Tiefschlaf holt hat der Waldfeger Dir ja schon erklärt.
Mache ich meinst auch so.
Ich stelle auf die Ladeschlusspannung und begrenze den Strom auf halbe Sollkapazität.
Nach 20 -30 Minuten weist was mit dem Akku ist.

So eine "Ladekonstruktion" nie unbeaufsichtigt lassen!!!!
Für solche Experimente eignen sich die großen Kabelklemmen eines alten Autoladers...
Klemmen sich um jeden Akku.
Auch die dicken Teile wie mein Anytone Akku den ich mal probehalber angeklemmt hab.

Walter
 

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Die Waldfee

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Um an die Kontakte zu kommen geht auch folgendes:
Einen Papierstreifen passend mit Kupferfolienstreifen bekleben.
Den kann man dann hinter den Akku in das original Ladegerät klemmen und dann z.B. auch Strom und Spannung des Originalladegeräts prüfen.
Diese praktischen selbstklebenden Kupferstreifen gibt es in verschiedenen Ausführungen im gut sortierten Elektrogitarrenladen.

Bei Bedarf stell ich auch ein Foto ein.
 
Zuletzt bearbeitet:

Milan

New member
Vielen Dank für die ausführlichen Infos!
Ich habe jetzt den Akkupack geöffnet, was nur mit Dremel halbwegs zerstörungsfrei geklappt hat - war leider vollkommen verklebt.
Es sind tatsächlich AA ähnliche Zellen drin, wovon 2 hinüber sind, ca. 0,2V Spannung, die erste und letzte Zelle in der Reihenschaltung.
Würde gerne AA Eneloops verbauen, aber die sind leider 3mm länger als die verbauten Zellen, daher klappt das leider nicht. Die verbauten sind mit NT130 AAM beschriftet, das ganze Pack mit GP130AAM6SXZ. Ist wohl irgendwas spezielles und man merkt wieder mal, dass der Hersteller ein Interesse daran hat, das Originalakkupack für 60 Euro zu kaufen, bei einem Neupreis des Funkgerätes von 80 Euro samt Akku.
 

Die Waldfee

Active member
Hast du bei der Messung die Lötfahnen berücksichtigt?
Wenn es nur um ein paar Zehntel geht (gehen würde), ich habe schon Batterien mit eine Wasserpumpenzange etwas zusammengedrückt, die Dinger funktionieren bis heute. Bei 3mm geht das natürlich nicht mehr.

Vielleicht gibt es für die Funke ja auch Batteriekästen oder Eliminatoren?

ERGÄNZUNG:
"Hast du bei der Messung die Lötfahnen berücksichtigt?"
Habe gerade gesehen, dass die Eneloop wohl die Lötfahnen auf den Pin aufgesetzt bekommen, die sind dann nicht kürzer als die Version ohne Lötfahne....
 
Zuletzt bearbeitet:

Milan

New member
Die Lötfahnen kommen dann noch dazu, also leider eh keine Chance. Evtl. nen kleineren Zellentyp, mal sehen... vielen Dank jedenfalls!
 

Wasserbueffel

Administrator
Teammitglied
Stell mal die Maße der Zellen hier rein.
Mal sehen ob man was findet.
60 Euro finde ich auch happig.....

Walter
 

Wasserbueffel

Administrator
Teammitglied
Thanks brauch ich nicht zu suchen...
Dann würde ich austauschen.

Habe auch vor Kurzem einen Ersatz Läppi Akku bekommen der nagelneu aber defekt war.
Wird viel Müll verkauft(kam von Amazon).
2 von 6 Zellen defekt(18650 drin).Brauchte ich nicht zurückschicken.
Bekam sofort einen neuen Akku.

Die restlichen 4 Zellen konnte ich gut für meine LED Fenix Taschenlampe brauchen.
Sind zwar nicht eigensicher,aber gute Qualität mit 2400 mAh.

Walter
 
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