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Thema: "Out of the box" - zum Funkdoktor oder nicht?

  1. #1
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    Standard "Out of the box" - zum Funkdoktor oder nicht?

    Moin!
    Heute Abend waren wir längere Zeit mobil qrv, im Raum Bergstrasse.
    In einer Runde wurde das Thema diskutiert, ob denn fast alle neu gelieferten CB-Geräte eine "Behandlung" durch einen Funkdoktor nötig haben.
    Oder des "goldenen Schraubendrehers" von lizensierten OMs, welche solche "optimierten Geräte" gerne an CB-Funker verkaufen, oder ihnen überlassen.
    Die Ansichten waren dabei sehr kontrovers.
    Es ging dabei um Rx/Tx Frequenzgenauigkeit, Modulationshub und -grad, bis hin zum sog. S-Meter.
    Vielfach wurde die Ansicht vertreten, das nahezu alle ausgelieferten Geräte einer Nachbesserung bedürfen.
    Dies unabhängig des Herstellers und der Preisklasse.
    Ist diese Ansicht gerechtfertigt, insbesondere auch im Hinblick auf den Verkaufspreis?
    Spielen dabei auch möglicherweise übersteigerte Erwartungen eine Rolle?
    Es handelt sich schliesslich um "low-cost"-Geräte für Hobbyanwendung.
    Eure Meinung hierzu würde mich interessieren!

    73 - Bernhard.
    Geändert von Bernhard (24.07.2019 um 01:11 Uhr)

  2. #2
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    Hallo.
    Also wenn ich kaufe, dann nur bei zwei allseits bekannten Funkfachhändlern, der eine sitzt in Franken und der andere im Raum Hamburg/Georgswerder.
    Dort gekaufte Geräte werden vor dem Versand geprüft und auf optimale Werte korrigiert, bei Bedarf.
    Es gibt auch Geräte, die laufen so, ohne Korrektur.
    „Qualität ist kein Zufall; sie ist immer das Ergebnis angestrengten Denkens.“
    John Ruskin (1819-1900)

  3. #3
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    Kommt immer auf die eigenen Ansprüche an.
    Am Liebsten natürlich billig und top Gerät Out of Box.
    Das ist aber Wunschdenken.

    Es ist möglich Geräte mit besseren Filtern und ohne die zugeschnürte Modulationen zu fertigen.
    Aber da ist Niemand mehr bereit diesen Preis zu zahlen.
    Da fehlt auch der Bedarf von den CB Funkern,gibt ja nicht mehr so viele Nutzer.
    Würde es so viele CB Funker wie Handy Nutzer geben gäb es sowas für einen annehmbaren Preis.

    Früher gab es auch teure Geräte die gekauft wurden(Braun,Mader etc.)

    Man darf auch nicht die Regularien vergessen,nicht ist immer alles machbar.
    Da es nur noch wenige Hersteller gibt die mit gleichen Schaltungen arbeiten bei der Aufbereitung
    wird es schwierig das Layout kostenneutral zu verändern.

    Es gibt Geräte die mit Erfolg verkauft werden und nicht so teuer sind.
    Siehe AE6110 oder President Bill.
    Daran braucht man m.E. nichts zu ändern,sind gut aus der Schachtel.
    Wenn man vorher weis das Geräte ein Verkaufsschlager werden,
    könnte man mal ein Risiko eingehen mit der Produktion eines besseren teureren CB Funk Gerätes.

    Macht aber wohl Niemand,ist zu verstehen....

    Frage mal die Funkhändler die diese Geräte an den Mann bringen müssen.
    Da ist Verlust vorprogrammiert(Stichwort Preis und Ladenhüter...)

    Alles nicht so einfach..

    Walter

  4. #4
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    Vielen Dank für Eure Antworten!
    Manche Parameter sind vielen Funkanwendern wohl auch nicht bekannt, oder momentan nicht gegenwärtig.
    So wie mir die von Walter beschriebene Änderung des Platinenlayouts.
    Freilich hat der Markt seine eigenen Gesetze, nach denen er funktioniert.
    Jene, die "Viel für Wenig" haben wollen, können es halt nicht begreifen. Oder wollen es nicht.
    Und dann gibt es auch noch die "ewigen Nörgler" und Unzufriedenen - vom Leben arg gebeutelt...

    73 - Bernhard.

  5. #5
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    Den meisten geht es doch sowieso nur um die Modulation.
    Wenn die zu leise ist bekommen die Leute Minderwertigkeitskomplexe........(Stichwort Brüllaffenmodulation)
    Guter Empfänger wäre mir wichtiger.

    Heutzutage wird nix mehr "eingestellt oder angepasst".
    Sind doch kaum noch Potis und einstellbare Filter im Gerät.
    Entweder man kommt ins Servicemenue(falls überhaupt vorhanden) oder es muss SMD gelötet werden.
    Das ist auch nicht so einfach weil es ja in den Regularien bleiben muss.

    Wenn man das nicht möchte kann man sich auch direkt ein Exportgerät kaufen.....

    Walter

  6. #6
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    Walter, das mit den Brüllaffen stimmt.
    Früher konnte man sie auch in DL öfters hören. Mit Turner +3, Expander 500 und ähnlichen Mikrofonen. Da die Aktivität auf CB-Funk nachgelassen hat, ist dies nicht mehr so oft der Fall. "Früher war mehr Lametta".
    Aus dem Land der "Mezzogiornos" sind sie bei entsprechenden condx noch oft zu vernehmen.
    Dort kommen anscheinend viele Menschen bereits mit einem defizitären Ego zur Welt...
    Zum "Einstellen" meine ich, das in vielen Geräten, z.B. Potis verbaut sind, die man besser nicht zu lange mit einer Lupenbrille anschaut - denn dann sind sie schon kaputt.
    Dies trifft gleichermassen für CB, Export und AFU-TRX zu.

    73 - Bernhard.

  7. #7
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    Obwohl das Turner +3 ein gutes Mikrofon ist.
    Das Expander500 passte(meine nicht den Stecker,hi) nicht überall.
    Besser als das ganze Sadelta und Albrecht Zeugs.
    Funktionieren tun Sie ja alle,aber das +3 bleibt mein Favorit......

    Gute Standmikes sind rar,und über 200 Euro für ein Yaesu oder ICOM Mike ist Wahnsinn.
    Sowieso nicht für ein (heutiges)CB Funkgerät zu brauchen.

    Die Dinger sind so zugeschnürt das man sogar mit einen Megaphon vor dem Mike leise ist.

    Das es auch mit normalem Mike funktioniert,sieht(hört) man ja(siehe AE6110 oder President Bill).

    Heute ist viel Augenwischerei und rumwerfen mit Fachausdrücken die eine super neue Innovation verkaufen wollen.
    Pustekuchen.......

    Hatte die Tage mal einen ICOM 7300 hier,weil der mich interessierte.
    Aussagen von Icom und Wahrheit liegen meilenweit auseinander......
    An langen Drahtantennen total überfordert....
    DSP ist ein Witz,rauschen viel zu hoch...
    Micky-Mouse-Anzeige viel zu klein...(aber schön bunt!!)
    Großsignalfestigkeit entäuschend.
    Von wegen 100 Watt(SSB),gerade 70 Watt bei voller Aussteuerung,mit Handmike nur 55 Watt......
    Vielleicht dauert es wieder 5 Firmwareupdates bis die Fehler behoben sind.
    Können doch gleich mit ins Prospekt schreiben "Das Gerät reift beim Kunden".

    Bekomme in 14 Tagen den FT 991A,mal sehen ob der besser ist.

    Ps.
    Suche noch Jemanden der mir mal den ICR 8600 für ein paar Tage leiht.
    Bevor ich meinen ICR 8500 in Rente schicke wüsste ich gerne ob es sich wirklich lohnt diese teure Anschaffung....

    Gruß Walter

  8. #8
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    Hallo Walter,
    zu den von Dir erwähnten RX von Icom kann ich nichts sagen, da ich sie nicht aus der Praxis kenne.
    Ich verwende für SWL hier am a-qth einen alten FRG 7700 mit dem dazugehörigen Preselektor.
    Dies an einer ca. 40m langen Langdraht, oder einer AMA-Loop.
    Ein alter Drake R4 wird manchmal auch noch aktiviert, und wenn mich mal der Purismus packt, nehme ich einen selbstgebackenen RX, der vom Frequenzbereich und der Technik her in etwa dem "TornE Berta" entspricht, nur transistorisiert. Habe ich aus Jux mal gebaut, also einen 3-Kreiser.
    Den von Dir erwähnten Icom 7300 hatte ich mal bei einem OM gesehen und ihn rx-mässig ausprobiert. Kann aber nicht viel dazu sagen. Er wird ja in diversen Runden sehr gelobt - von den Besitzern. Hier ist wohl auch das sog. "Preis-Leistungs-Verhältnis" ausschlaggebend.
    Meiner Meinung nach sollte dieses bei technischen Bewertungen keine Rolle spielen, da es mit technischen Kriterien nichts zu tun hat.
    Das ist wie mit den "Aldi-Batterien", die viele Tests gewinnen.
    Zu den Mikrofonen meine ich, das eigentlich jedes mitgelieferte O-Mikrofon ausreichend sein sollte. Eventuell nach geringfügiger Modifikation. Das habe ich an einer AE5890 auch so gemacht, etwas grösseres Auskoppel-C
    . Ein gleiches Gerät eines Freundes, vom "Funkdoktor" geliefert, war auch in der Modulation nicht besser. Allerdings lag dieses Gerät nicht neben der Rx/Tx-Frequenz, was im Originalzustand der Fall war.

    73 - Bernhard.

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