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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Funk in Belgien und Niederlande



MacGyver
20.05.2012, 23:06
moin, ich schon wieder ;)

da ich in grenznähe wohne, hab ich mich gefragt, was die belgier und holländer als behördenfunk haben. ich hab hier und da mal gelesen, dass die schon lange tetra haben, aber was eindeutiges hab ich jetzt nich gefunden. Hat da jemand von euch genauere infos?

Grüsse
Lorenz

Thors Hammer
20.05.2012, 23:20
Hallo MacGyver,

als Ausbilder für analogen und digitalen Sprechfunk der BOS helfe ich dir doch gerne weiter. ;)

Die Holländer nutzen bereits seit 2004 ein TETRA-Funknetz. Es nennt sich dort C2000. Allerdings verlangen die Holländer ihr altes analoges Funknetz wieder (http://ul-we.de/feuerwehrgewerkschaften-in-den-niederlanden-fordern-abschaltung-von-tetra-und-ruckkehr-zum-bewahrten-analog-funk/). Grund: TETRA klemmt im ganzen Land (http://ul-we.de/niederlande-tetra-klemmt-im-ganzen-land). Auch in Belgien gibt es schon lange ein TETRA-Funknetz für die Behörden. Infos dazu bekommst Du hier (http://www.astrid.be/).

Ich hoffe das hilft dir erstmal weiter.

Gruß, Alex

Wasserbueffel
22.05.2012, 12:30
Ich wohne hier im Dreiländereck.
Tetra funktioniert überhaupt noch nicht so wie es soll.
Ohne analog fährt niemand!
Besonders in der Eifel gibt es gewaltige Probleme(und da zählt auch Bedienung und Handling dazu).

Kann das nicht ganz nachvollziehen.
Es gibt robuste,gute und auch günstige!! Betriebsfunkgeräte......(auch Bündelfunk)
Aber es müssen unbedingt diese Gurken sein.
Alles vertraglich festgelegt....(da liegt wohl das größte Problem)
Es gibt bessere Geräte aber man darf wohl nicht...

Kenn ich auch so vom RWE,nur Kilo! Geräte von Bosch und Motorola
mit uralten NI/CD Akkus die alle paar Stunden getauscht werden müssen.
Reichweite dort unten max 2 km...
Ich hatte was Anderes an(nicht in!!) der Hose,damit konnte ich bis in den anderen Tagebau funken(ca 30 Km).
So konnte ich mit Brüderchen(fuhr dort einen der großen Bagger) ab und zu mal was plauschen.

Walter

Thors Hammer
22.05.2012, 18:01
Das deutsche TETRA-Netz ist halt politisch gewollt und wird deshalb durchgesetzt. Koste es was es wolle... Das da bislang noch nichts ohne Analogfunk geht ist auch klar. Das wird sich aber einspielen. Kann allerdings noch ein paar Jahre dauern.

MacGyver
23.05.2012, 00:36
was ich nicht verstehe, warum sich keiner hier (damit mein ich die politik und die digitalbefürworter) für bereits existierende systeme interessiert. wenn ich mir das hier und da mal durchlese, habe die ammis schon länger digitalfunk oder etwas ähnliches wie unseren Bündelfunk. gut, die haben auch macken, aber funktionieren scheinbar besser als unser "ach-so-tolles" Tetra-System.
Wir hatten heute ne kleine übung bei der Wehr, mit den MTP700-Gurken. und ich muss sagen, der analogfunk gefällt mir immer noch besser. allein die Sprachqualität ist meines erachtens nach bei analog besser. und über das handling brauchen wir gar nicht erst zu sprechen.

Thors Hammer
23.05.2012, 06:59
Wir setzen bei uns Geräte von Motorola und Sepura ein. Meiner Meinung nach sind beide Geräte recht einfach zu bedienen. Ich war bislang auch eher ein Fan des Analogfunks, aber ich muß zugeben, das ich von den technischen Möglichkeiten bei TETRA sehr überzeugt (worden) bin. Wenn das ganze dann eines Tages mal funktioniert, wird das sicher eine tolle Sache. ;)

Was die Sprachqualität betrifft: Die ist beim Digitalfunk nicht schlechter, sondern einfach nur "anders". Im Grunde sogar besser. Man darf nämlich nicht vergessen, das fast 100% aller Nebengeräusche (z.b. laufende Generatoren etc.) ausgefiltert werden, so das nur noch der eigentliche Gesprächspartner zu hören ist.

Gruß, Alex

TT.ransporter
23.05.2012, 12:54
was ich nicht verstehe, warum sich keiner hier (damit mein ich die politik und die digitalbefürworter) für bereits existierende systeme interessiert.

Möglicherweise hängt das an den Regeln der Auftragsvergabe im ö.D. (nennt sich VOL). Wer damit zu tun hat, der resigniert entweder innerlich, mit dem Ergebnis, dass ihm der Gegenstand der Ausschreibung in Null komme nix am A. vorbeigeht, oder er gibt die Verantwortung dafür ab sofern er sich das Erlauben kann ohne seinen Posten zu verlieren.

Zuerst versucht man ein Pflichtenheft zusammenzustellen, daß um Himmels willen in keinem einzigen Punkt unvollständig oder fehlerhaft wäre, aber bloß auch nicht zu bestimmt, so daß am Ende das Ergebnis schon fest stünde.

Test die vorher gefahren wurden dienen im Allgmeinen zur Konkretisierung der Ausschreibung, aber von dem was einem dann tatsächlich günstiger Angeboten wird, als das, das man selbst für nötig hält, kommt man halt nur sehr schwer wieder weg.

Dann wird Europaweit ausgeschrieben. Da bewerben sich jetzt neben fachlich qualifizierten Firmen, die natürlich etwas teurer sind, auch kleinere Konsortien, die nur versuchen den Auftrag in Geld umzusetzen, aber genau genommen gar nicht die Erfahrung für das Projekt mitbringen. Jetzt ist man verpflichtet den wirtschaftlichsten zu nehmen. Dabei macht man es sich oft einfach und nimmt den günstigsten, dessen Betriebsgröße darauf schließen lässt, dass er die Technik am Ende auch umsetzen kann. Aber wie überall gibt es Spielraum. Der Anbieter der z.B. den real nötigen Standortbedarf berücksichtigt, wird um Längen teurer sein, als derjenige, bei dem die Indoorversorgung z.B. bereits dann als realisiert gilt, wenn sich der Nutzer aus dem Fenster lehnt.

Dann kommt die Politik ins Spiel, die bei der Auftragssumme schon Vorstellungen hinsichtlich des Landes hat, dessen Wirtschaft zum Zuge kommen soll.

Jetz muß das Ganze so verpackt werden, dass Klagen gegen die Entscheidung möglichst ins Leere gehen.

Bei dem ganzen Prozedere muß man ausserdem hellseherische Fähigkeiten mitbringen. Wenn ein solches Projekt über Jahre geht, nimmt man in die Berechnungen Größen auf, die erst im Laufe der Zeit entwickelt werden. Also z.B. wird "vorausgesagt", wo denn die Empfängerempfindlichkeit zum Zeitpunkt der Umsetzung, also 3-10 Jahre später liegen wird.- Man kann sich vorstellen wie diese Zahlen dann entweder ausgewürfelt werden, oder man nimmt einfach die Zahlen, die sich gerade gut verkaufen lassen. Immer schön bilig rechnen, und dann am Ende innerhalb einer gewissen Spanne über den geplanten Kosten liegen.

Dann spielt bei einem BOS Projekt natürlich Sicherheit eine Rolle. Verschlüsselung, Verhalten des Anbieters in Krisenzeiten u.s.w. Das schaltet ggf. wieder Anbieter ausserhalb der EU aus, oder auch nur die Gerätelieferung aus Nicht- Nord-Atlantik-Pakt-Staaten.

So ein Ausschreiben ist schon bei Kosten von einer Million ein Drama, ich möchte nicht in der Haut derer stecken, die ein Projekt im Milliardenbereich durchsetzen müssen.

Jedenfalls wundert es mich nicht, dass es am Ende so quer läuft. Egal ob bei Tetra oder bei anderen Vergaben.

Und "lernen" von anderen Ländern: Da fehlt es an der Vergleichbarkeit anderer Länder. Zumindest offiziell. Entweder sind irgendjemandem, der eine bestimmte Absicht verfolgt, die Vergleiche zu groß, zu klein, die geographischen Gegebenheiten sind anders, das was man dem Nutzer zutraut, die Sicherheitsanforderungen werden unterschiedlich bewertet, das Vergleichssystem ist zu alt (anders ausgedrückt: es berücksichtigt nicht die möglichen Einsparungen, die sich aus dem zu erwartenden Technologievorsprung bis zur Realisierung ergeben) u.s.w.

Wasserbueffel
23.05.2012, 19:57
Digitalo?,never!

Ist sowieso alles für den Ar.....
Ist ganz einfach alles lahmzulegen....(wie das geht sag ich aber nicht sonst bekomm ich noch Besuch vom BND...)

http://www.funkmagazin.de/230512.htm


Walter

Thors Hammer
23.05.2012, 21:27
Auch der analoge BOS-Funk ist extrem einfach zu stören. Warum sollte das beim digitalen BOS-Funk anders sein?

TT.ransporter
24.05.2012, 06:10
Auch der analoge BOS-Funk ist extrem einfach zu stören. Warum sollte das beim digitalen BOS-Funk anders sein?

Ein "wenig" schwerer ist es doch m. E.

Beim Analogfunk gibt es ja keine technische Authorisierung um am Funk teilzunehmen. Ein einzelnes Gerät, das im UB sendet, wird so über die Gleichwelle schön im kompletten Einsatzraum verteilt und macht dort den Sprechfunk, zumindest der nicht "bevorrechtigten Stationen" solange nahezu unmöglich, bis jemand dieses (eine) Gleichwellenrelais, das das Signal erhält, abschaltet. Man hat also jetzt lokal den feindlichen Träger auf'm UB, und über das "gekaperte" Relais auch noch weit verteilt im OB.

Beim Digitalfunk ist eine lokal begrenzte Störung genauso leicht hervorzurufen, nur dass diesmal das Tetra Relais nicht auch noch dazu mißbraucht werden kann....es verlangt ja nach einer Authorisierung. Ausser: jemand hat sich wirklich Gedanken gemacht wie man das gesamte Protokoll überlistet. Nur das kann normalerweise nicht mehr Hinz und Kunz.

Thors Hammer
24.05.2012, 07:02
Ein starker Störsender reicht jedoch völlig aus, um die Signale einer oder mehrerer Zellen so zu stören, das kein Funkbetrieb mehr möglich ist. Und dieser Störsender braucht logischerweise keine Authorisierung und keine Überlistung irgendwelche Protokolle. ;) Man kann es drehen wie man will. Funkwellen können gestört werden. Ganz gleich on analog oder digital. Trotzdem bleibe ich ein Freund von TETRA. Auch wenn ich den analogen BOS Funk schon seit vielen Jahren in mein Herz geschlossen habe.

TT.ransporter
24.05.2012, 07:13
Klar, mit Leistung + Standort bügelst Du alles nieder. Aber damit findet man Dich doch recht schnell. Und bei Analog gehts halt auch ohne Leistung & Standort. Da reichen hundert mW in der Nähe des Relais plaziert.

Ganz abgesehen davon: Breitbandige Störsender mit Leistung sind nicht ganz so billig, klein- und schon gar nicht einfach zu bekommen. Auf nur einer Frequenz zu stören ist zwar technisch einfach, aber Tetra Stationen haben m. W. normalerweise mehrere Frequenzen zur Verfügung.

Das alles soll nicht heissen dass es nicht möglich wäre. Man sah ja in Berlin, am 01. Mai, das es möglich ist.

Ich behaupte nur, das es teurer und viel viel komplexer ist, will man den selben Störeinfluss unter Tetra erreichen, wie mit Analog.

Thors Hammer
24.05.2012, 07:30
Stimmt. Eine TETRA-Basisstation auf allen Frequenzen zu stören ist komplex und nicht ganz billig. Nur: Wenn es jemand auf so eine Basisstation abgesehen hat, dann handelt es sich bei demjenigen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht um den kleinen "Hacker" aus der Nachbarschaft, sondern um Schwerstkriminelle (mit oder ohne politischen Hintergrund). Und diese haben dann auch die benötigten finanziellen Mittel zur Verfügung. ;)

Fakt ist: Wir sollten unsere analoge Rückfallebene einfach behalten. Der Doppeleinbau an Funktechnik in den Einsatzfahrzeugen kann ja unbegrenzt bestehen bleiben und die Frequenzen will zur Zeit eh keiner (ver)kaufen. Ein guter Sprechfunker kommt mit analoger und digitaler Funktechnik klar. Auch in 20 Jahren.

TT.ransporter
24.05.2012, 08:03
Fakt ist: Wir sollten unsere analoge Rückfallebene einfach behalten.

Ich denke dass man das soweit ergänzen darf, dass Analog noch einige Zeit erhalten bleiben wird.

Aber auch diese Zeit wird zuende gehen. Genau wie analoges Sat, TV, demnächst auch Radio, wird Analogfunk früher oder später abgeschaltet werden. Man benötigt einfach mehr Kapazitäten, und die bekommt man nunmal nur durch Digitalisierung. Man kann nicht alles in den GHz Bereich verlagern, da die Ausbreitungsbedingungen dort für bestimmte Anforderungen unbrauchbar sind. Auch werden die Bandpläne ja nur mitnichten innerhalb der Republik gemacht. Es gibt internationale Verträge, die auch uns binden. Und die ITU wird diese Frequenzen früher oder später neu regeln.

Dazu kommt noch, dass in einiger Zeit die 4m BOS Funktechnik nur noch eine Spezialsparte sein wird. Und ob sich dann noch wer findet, der zu finanzierbaren Kosten (ich halte den Preis für ein analoges FuG jetzt schon für unverschämt) solche Geräte fertigt.... Man wird sich ein simultanes Netz also nicht auf Dauer leisten wollen.

Es aber jetzt, oder in naher Zukunft, rückzubauen... das ginge mächtig schief.

Thors Hammer
24.05.2012, 09:15
Es aber jetzt, oder in naher Zukunft, rückzubauen... das ginge mächtig schief.
Ganz meine Meinung!

Wir werden Anfang Juni einen unserer größeren Sanitätswachdienste (eine Motorsportveranstaltung) mit Digitalfunkgeräten und Analogfunk als Rückfallebene durchführen. Da wir hier in der Region erst im Juni 2013 die Basisstationen in Betrieb haben werden, können wir leider nur mit DMO (Direct-Mode-Operation) und der Repeaterfunktion arbeiten. Ich bin selber gespannt wie das alles so funktionieren wird und werde dann hier mal einen kurzen "Testbericht" einstellen. ;)

J.T.Kirk
24.05.2012, 18:12
Ein starker Störsender reicht jedoch völlig aus, um die Signale einer oder mehrerer Zellen so zu stören, das kein Funkbetrieb mehr möglich ist. Und dieser Störsender braucht logischerweise keine Authorisierung und keine Überlistung irgendwelche Protokolle. ;)

Ooch, so stark braucht der garnicht zu sein. ;) So ein Gerät habe ich mittlerweile immer dabei, wenn wir uns mal 2-3 Mal im Jahr entschließen sollten, eine Kinovorstellung zu besuchen. Ich habe einfach keinen Bock mehr darauf, mir das mittlerweile auch recht teure Kinovergnügen durch ein paar schwanzgesteuerte Smartphoneproleten verderben zu lassen.

Einfach nur geil, wenn während der Vorstellung abrupt Ruhe einkehrt, wenn der Schalter umgelegt wird.

73

Ralph

Wasserbueffel
24.05.2012, 19:47
keinen Bock mehr darauf, mir das mittlerweile auch recht teure Kinovergnügen durch ein paar schwanzgesteuerte Smartphoneproleten verderben zu lassen.

73

Ralph


Dann sei froh das ich nicht in Deiner Nähe war.....

Ich mag zwar auch nicht das ständige Gebimmele,aber in gewissen Situationen ist man darauf angewiesen.
Woher weist Du ob Jemand in 50 Meter Entfernung nicht einen Notruf absetzen muss???

Jeder der schon mal in der Situation war das es sehr schnell gehen muss würde Dich verprügeln(mindestens!!).
Und es würde Dich einen Haufen Asche kosten.

Warum ich so denke????

War mal mit meinem kleinen Sohn unterwegs zum Krankenhaus,er bekam keine Luft mehr(Sturz)
Ich wurde auf dem Weg zum Krankenhaus aufgehalten weil eine Kurden Demo war.
Sie ließen mich nicht durch,ich sollte 3 km Umweg fahren,obwohl mein Sohn schon am Röcheln war...
Ich sagte dem doofen Polizisten was denn wichtiger ist und forderte Ihn auf sofort einen Krankenwagen zu bestellen.

Erst nach ca 10 Minuten kam der Krankenwagen(musste auch den Umweg fahren),beinah war es zu spät....
Seitdem hab ich einen Hals wenn ich (demonstrierende) Kurden sehe.....

Und wenn ich mir nun vorstelle ich hätte neben dem Autokino gestanden......(und Du dort mit dem Blocker).
Au weia,wehe ich hätte das erfahren.....

Walter

J.T.Kirk
24.05.2012, 20:15
Meine Güte, nun schalt mal 'nen Gang zurück und konstruiere hier nicht völlig unrealistische Szenarien, vermischt mit Deinen negativen Erfahrungen. Was hab ich damit zu tun? Oder hälst Du mich wirklich für sowas von unblickig, daß ich 2 Stunden durchgehend einen Störnebel erzeuge? Mal davon abgesehen, daß die Dinger gerade mal einen Umkreis von 20m den Mobilfunk kurzzeitig flachlegen können. Außerhalb des Kinosaals bekommst Du davon faktisch nichts mehr mit.

Wenn Du Dich also schon echauffieren möchtest, dann tue das bei denen, die diese Geräte offiziell einsetzen dürfen. Die gefährden die Allgemeinheit definitiv mehr.

73

Ralph

Wasserbueffel
24.05.2012, 22:24
Nö warum soll ich zurückschalten???
So wie es in den Wald reinschallt,kommt es auch wieder raus....

So unrealistisch sind solche Szenarien gar nicht..(die Dinger gibts schon bis 2 Km Reichweite!!)

Du hast auch etwas dick aufgetragen(ein paar schwanzgesteuerte Smartphoneproleten).

Mein Beispiel haste nicht verstanden.
Es ging mir weder um die Kurden oder die Polizei,nur ums Prinzip,wenn Gefahr fürs Leben besteht
und irgendwelche Obrigkeiten dumme Erklärungen abgeben die mehr schaden als nützen(in meinem Falle mit dem Jungen).

Na ja noch ein Fläschchen(Bitburger) und ich bin ganz ruhig(brauchen tu ich das nicht,aber schmeckt!!).

Sonst kommt gleich der Häuptling(Admin) und scheixxxxt uns zusammen....

Walter

Thors Hammer
24.05.2012, 23:16
Kommen wir wieder zum Thema oder wo soll das hier hinführen?
Streitereien bringen hier niemandem etwas. ;)

J.T.Kirk
25.05.2012, 00:13
Achwo, hier streitet doch keiner. ;)

Ich wollte ja eigentlich anhand eines praktischen Beispiels nur schildern, wie leicht und unkompliziert es ist solchen Funksystemen Sand ins Getriebe zu schütten. Ehrlich, im Ernstfall würde ich mein Leben und das meiner Mitmenschen niemals einer drahtlosen Daddelkiste anvertrauen. Und wenn ich an irgendwelche Türen hämmern müsste. Denn spätestens, wenn Silvester kurz nach 0.00 Uhr ein Notfall eintritt und jede Funkzelle von all den besoffenen Hirnies, die sich ein gesundes neues Jahr wünschen müssen, legal gekapert wird, ist man wieder auf dem Boden der Tatsachen angelangt. So geschehen Neujahr vor 3 Jahren, als die Freundin meiner Tochter einen schweren epileptischen Anfall hatte und fast an Erbrochenem erstickt wäre. Glücklicherweise war Festnetz in der Nähe.

Ich nehme Walters Reaktion darauf auch nicht weiter tragisch. Er hat seine eigene Meinung dazu, das ist auch vollkommen in Ordnung. Auch wenn ich sie in der Form nur bedingt teile. Und außerdem, was die Funkerei im Allgemeinen betrifft:

"Wer ohne Sünde ist werfe den ersten Stein"

Zum Hauptthema selbst:

Die Probleme mit diversen Funkdiensten sind doch hausgemacht. Auch hier zählt mittlerweile nur noch Geiz ist geil und alles mit der heißen Nadel gestrickt. Hinzu kommt noch der Kommerz und die völlig wirren Frequenzzuteilungen bzw. Gerätezulassungen, weil jeder noch so kleine Pups mittlerweile drahtlos übertragen werden muss.

@Walter

Na denn Prost ;)

73 an alle

Ralph

Wasserbueffel
25.05.2012, 11:37
So jetzt haben wir uns alle wieder lieb;-)
Ich gehe jetzt 70 Meter Hecke schneiden(oder besser Bier ausschwitzen).

Danach stör ich wieder die Frequenzen.......

Walter

Bolle
25.05.2012, 12:18
Achwo, hier streitet doch keiner. ;)

Ich wollte ja eigentlich anhand eines praktischen Beispiels nur schildern, wie leicht und unkompliziert es ist solchen Funksystemen Sand ins Getriebe zu schütten. Ehrlich, im Ernstfall würde ich mein Leben und das meiner Mitmenschen niemals einer drahtlosen Daddelkiste anvertrauen. Und wenn ich an irgendwelche Türen hämmern müsste. Denn spätestens, wenn Silvester kurz nach 0.00 Uhr ein Notfall eintritt und jede Funkzelle von all den besoffenen Hirnies, die sich ein gesundes neues Jahr wünschen müssen, legal gekapert wird, ist man wieder auf dem Boden der Tatsachen angelangt. So geschehen Neujahr vor 3 Jahren, als die Freundin meiner Tochter einen schweren epileptischen Anfall hatte und fast an Erbrochenem erstickt wäre. Glücklicherweise war Festnetz in der Nähe.

Ich nehme Walters Reaktion darauf auch nicht weiter tragisch. Er hat seine eigene Meinung dazu, das ist auch vollkommen in Ordnung. Auch wenn ich sie in der Form nur bedingt teile. Und außerdem, was die Funkerei im Allgemeinen betrifft:

"Wer ohne Sünde ist werfe den ersten Stein"

Zum Hauptthema selbst:

Die Probleme mit diversen Funkdiensten sind doch hausgemacht. Auch hier zählt mittlerweile nur noch Geiz ist geil und alles mit der heißen Nadel gestrickt. Hinzu kommt noch der Kommerz und die völlig wirren Frequenzzuteilungen bzw. Gerätezulassungen, weil jeder noch so kleine Pups mittlerweile drahtlos übertragen werden muss.

@Walter

Na denn Prost ;)

73 an alle

Ralph


Wow, hier spritzt das Testosteron nur so umher...

Nun, praktisch gesehen läuft heutzutage wohl kaum jemand mit ner 600 Ohm Telefonzelle und Endloskabeltrommel in der Tasche rum. Soviel zum Thema "Notruf über drahtlos..."

Weitere praktische Tatsache ist, dass es kaum noch Telefonzellen gibt, schon garnicht in Wald und Flur.

Demnach werden rein statistisch gesehen die wichtigsten Notrufe tatsächlich über Handy abgesetzt, interessanterweise trifft dies sogar auf das Eigenheim zu wo die 600 Ohm Anlage oft kaum 20 Meter daneben steht... Und uneinsichtigen Störern gehört ihr Stöhrgerät so tief in den Anus geschoben, dass es nicht mehr operativ entfernt werden kann, sondern auf natürlichem Wege herauseitern muß.
Ich denke ich habe mich sehr deutlich ausgedrückt.
Wer nicht damit klar kommt, dass er den Kinosaal mit anderen Zuschauern teilen muss, die sich ebenfalls genauso arrogant verhalten (im übertragenem Sinn), der sollte doch einfach zuhause bleiben und ne DVD anschauen... und sich gleich mal die Frage stellen woher denn das allgemein arrogante und rücksichtslose Verhalten denn kommen
mag ;-)
So nach dem Motto: Laberst Du mich an, dann hau ich Dir die Zähne rein... und daheim dann maulen wie schlimm die Welt doch ist.

Mal davon abgesehen, dass eine solch egoistische Einstellung zum Thema Störsender schon einiges über den Charakter aussagt, möchte ich nicht wissen wie sich dieses Verhalten bzw. Denkmuster auf das Band (und das weitere gesellschaftliche Miteinander) übertragen läßt.


Es macht sehr wohl einen Unterschied, ob man sich beim Funk ordentlich verhält oder nicht.
Hält man sich einfach an den Umgang mit den Funkteilnehmern den man selbst auch erwarten würde, so würde sich auch Niemand darüber aufregen wennd mal mit n paar Watts mehr unterwegs bist als erlaubt.
Schon allein deswegen, weil halt eben manche Örtlichkeiten die paar Watt mehr brauchen um überhaupt irgendwohin funken zu können.
Das hat mit bewusstem und vorsätzlichem Stören absolut nichts am Hut!

Ich persönlich kann Deiner Argumentation (wenn die mich ärgern, ärger ich sie...) und Berufung auf "wer ohne Sünde ist..." in keinster Weise folgen...
Ich sehe darin Verantwortungslosigkeit und Vorsatz!

Es gibt andere Mittel und Wege Konflikte zu vermeiden.

So, ich hoffe Du nimmst jetzt meine Reaktion ebenso wenig tragisch wie die von Walter. Immerhin vertrat ich auch nur meine Meinung.


Übrigens: "Wer Wind sät, wird Sturm ernten" ist auch so ne Floskel...

Die wahre Kraft jedoch liegt darin, auf den Wind keinen Sturm los zu lassen... sondern Jemanden dazu bringen über sein eigenes Verhalten nach zu denken.

Ich hoffe ich habe Dich zu etwas Nachdenklichkeit zu dem was Du geäußert hast anregen können...
Falls nicht, dann beklage Dich auch nicht wenn Du hier Gegenwind bekommst!

Übrigens: Dein Sylvesterbeispiel ist auch sehr flach. Das mit dem Vorsatz hab ich Dir ja schon erklärt. Um das mit dem Sylvesterphänomen als Präzidenz zu bringen, müsste der Umstand zutreffen, dass die alle dies unter Vorsatz das Netz zu stören tun würden.
Du hingegen setzt Deinen Störsender bewusst und unter Vorsatz ein. Gaaaanz andere Sachlage...

Na dann ebenfalls Prost, Käptn Kirk und 73 beim Verdauen meiner Worte

J.T.Kirk
25.05.2012, 17:57
So, ich hoffe Du nimmst jetzt meine Reaktion ebenso wenig tragisch wie die von Walter.

Nehme ich auch nicht. ;) Denn ab dem Augenblick als Du Dir selbst eine moralische Rechtfertigung zum Betreiben einer nicht zugelassenen Funkanlage gegeben hast, hast Du jede Legitimation verloren, mir gegenüber mit einem oberlehrerhaft dargelegten, hohen moralischen Anspruch aufzutreten, geschweige denn von mir ernst genommen zu werden.

73 und auch noch ein frohes Pfingstfest

Ralph

Bolle
26.05.2012, 13:59
@J.T.Kirk

Ich denke Du hast mich nicht richtig verstanden:

Ich funke nicht absichtlich in bestehende QSO's rein um bewusst zu stören. Ich horche vorher ob es bestehende QSO's gibt um halt eben nicht diese zu stören und melde mich dann mit nem Break oder nem QRX gesittet an. Ich bestehe auch nicht darauf einen bestimmten Kanal zu "besetzen". Und... ich habe Respekt vor anderen Funkteilnehmern, seien es Fahrschulen oder andere Firmen die meinen die müssten PMR anstatt Betriebsfunk benutzen.
Des Weiteren habe ich Respekt vor Kindern... und auch solchen die tatsächlich der Meinung seien sie hätten ein Anrecht auf einen bestimmten Kanal.

Ich bin schlichtweg der Meinung ein paar Worte die über Band gewechselt werden (wenn solche Gesellen da sind) sind genug... und nicht irgendwelche aggressiven Störaktionen.
Wenn mir es dann doch zuviel wird, dann schalte ich mein Gerät einfach ab und versuche es später erneut. Oder aber mach ne Durchsage, dass ich auf einen anderen Kanal wechsel. Meine Funkkollegen wechseln dann auch.

Also stellen wir fest, ich rechtfertige hier garnichts. Ich habe lediglich den Unterschied zwischen respektvollem Verhalten und vorsätzlichem Stören klargestellt!

Deine Zitat: "...mir gegenüber mit einem oberlehrerhaft dargelegten, hohen moralischen Anspruch..." Aussage zeigt doch nur mehr als deutlich, dass sehr uneinsichtig bist.

Weiß nicht ob Dir überhaupt klar darüber bist, wie Du Dich präsentierst.


Bist du Dir sicher, ob man das Betreiben von 4 Watt auf PMR mit dem Betreiben eines Störsenders der bewusst eingesetzt wird und nur zur Störung von Funk und Handy dient gleichsetzen kann?
Wie egoistisch muss man denn sein, wenn man einen solchen Vergleich zieht, nur weil man der Meinug ist man will Ruhe im Kino haben?

Muss ich hier tatsächlich Deinen Text zitieren, damit kapierst worin der Unterschied zwischen Deiner und meiner Aussage liegt... und dass es rein um das Verhalten geht?
Glaubst Du wirklich Dich nimmt jemand ernst, nachdem verdeutlicht hast du wärst bereit bewusst einen Störsender ein zu setzen um Deine ganz persönlichen Interessen durch zu setzen?
Glaubst Du es kommt gut an Äpfel mit Birnen zu vergleichen?


Ich denke wir brechen an dieser Stelle unseren Dialog ab, bevor es unschön wird.

Es mag in Deinen Augen vielleicht verwerflich klingen, wenn einer der selbst etwas über die Stränge schlägt einem anderen der mächtig über die Stränge schlägt nahe legt, dass sein Verhalten nicht ganz ok ist. Aber selbst unter den Leuten die etwas über die Stränge schlagen gibt es solche und solche...

Ich stell Dir nur eine Frage: Stören meine 4 Watt die ich mit Sorgfalt einsetze ebenso wie Dein bewusst eingesetzter Störsender?


Ja, ich wünsche Dir auch ein frohes und besinnliches Pfingstfest und die 73

Gruß Bolle


Ps.: Hier zur Verdeutlichung Dein Erstbeitrag

Zitat

"Ooch, so stark braucht der garnicht zu sein. http://pmr-funkgeraete.de/forum/images/smilies/icon_wink.gif So ein Gerät habe ich mittlerweile immer dabei, wenn wir uns mal 2-3 Mal im Jahr entschließen sollten, eine Kinovorstellung zu besuchen. Ich habe einfach keinen Bock mehr darauf, mir das mittlerweile auch recht teure Kinovergnügen durch ein paar schwanzgesteuerte Smartphoneproleten verderben zu lassen.

Einfach nur geil, wenn während der Vorstellung abrupt Ruhe einkehrt, wenn der Schalter umgelegt wird.

73

Ralph"

Zitat Ende

J.T.Kirk
15.06.2012, 21:18
Tja was soll ich sagen? Außer, daß wir, also Family und ich, gestern wieder mal einen sehr entspannten Kinoabend genossen haben. :mrgreen:

Gruß

J.T.Kirk

MacGyver
17.06.2012, 12:42
Digitalo?,never!

Ist sowieso alles für den Ar.....
Ist ganz einfach alles lahmzulegen....(wie das geht sag ich aber nicht sonst bekomm ich noch Besuch vom BND...)

http://www.funkmagazin.de/230512.htm


Walter

von dem berliner digitalfunk, können zwei freunde von mir ein lied singen :D.

keberos
13.04.2013, 18:03
Ein "wenig" schwerer ist es doch m. E.

Beim Analogfunk gibt es ja keine technische Authorisierung um am Funk teilzunehmen.

Jein.. wenn es um die Holzhammermethode geht (also mit Leistung die Kanäle "niederbügeln") sollte es schwieriger sein (ich beziehe es mal auf GSM - da System in vielen Dingen ähnlich). Bei GSM würde man bei Störung einzellner Känäle "einfach" (mehr oder weniger) die Kanäle anders den BTS´en zuordnen (geht bei BOS Analogfunk nicht wirklich so flexibel... bei GSM z.B. bekommt der Nutzer vom Kanal gar nix mit, sollte bei Tetra auch nicht anders sein). Während man bei Analog vielleicht 10, 20 Kanäle mit ca. 20 khz Bandbreite stören müsste, sollte es bei Tetra (glaube die haben 25khz oder ? und 5 MHZ Up bzw. Downlink ) 5/ 0.025 = 2000 Kanäle sein , also ein ganzes Spektrum.
Das braucht ehrheblich mehr Leistung wenn man so breitbandig stört... also sehr eingeschränkte Mobilität für den Störer... und dann hat man denjenigen schneller wenn er es von daheim macht...

Aber: Tetra ist ein TDMA System mit Zeitschlitzen, genauso wie GSM. Und hier gibts in der Tat schon inteligentere Ansätze (im Internet zu finden) als das ganze Spektrum "dicht" zu machen... die TDMA Systeme sind sehr syncronisationsempfindlich.. als erster Kanalzugriff muss eine sync. erfolgen und die kann logischerweise nicht verschlüsselt sein (da weit vor jeder Auth oder ENC). Bei GSM gibt´s so RACH Bursts bzw. auch die FCCH Bursts sind hier die Schwäche.. wenn also ein Angreifer hier "lustig" hier zufällige Bursts im Spektrum "durchsweeped" wird´s schwierig hier für Handys noch sync´en zu können. Da das ganze ein TDMA Problem ist, dürfe es auch auf Tetra übertragbar sein. Vorallen ist es viel leistungseffizienter und somit kann der Angreifer dabei mobil bleiben.

Das Militär hat dies schon rechtzeitig erkannt, hier wird oft DSSS (Spreizband) eingesetzt. Diese Systeme sind wesentlich robuster gegen Störungen. Wenn man dann noch die Spreizsequenzen über einen zuätzlichen PNRG "hoppen" lässt, dann wirds verdammt schwierig für den Angreifer überhaupt das Signal sauber zu empfangen.. und wenn´s über ne sehr lange PN Sequenz über ein entsprechend großes Spektrum gespreizt ist, dann bekommt ein Angreifer nicht mal mit, dass dort überhaupt was übertragen wird.

CH-COM
26.04.2013, 14:58
Man darf gespannt sein wie teuer diese Bündelfunksysteme (TETRA und TETRAPOL) im Endeffekt sein werden.

Besonders lustig könnte es für die Schweiz werden.


EADS ist weiterhin der einzige Hersteller der TETRAPOL-Technologie und hat bereits damit begonnen, TETRAPOL mit Hilfe einer eigens zu diesem Zweck initiierten Vereinigung als Industriestandard zu etablieren.
Klingt doch sehr sympathisch...besonders für den Steuerzahler. Quelle: Wikipedia

Noch geiler ist, dass TETRAPOL kein anerkannter ETSI Standard ist. Die Schweiz hat Millionen verbraten...aber nach Schengen-Abkommen ist TETRAPOL nicht als "Kommunikationsstandard" anerkannt.

Bei uns war es so, dass die Polizei unbedingt die Medien fernhalten wollte. Deshalb mussten es sauteure vollverschlüsselte Funkgeräte sein.
Dank Smartphones haben wir heute allerdings bessere Bilder von Polizeiaktionen als je zuvor *grins*
Da ist bei jeder Razzia einer mit Kamera in der Nähe...man kann dabei auch die taktischen Vorgehensweisen der Polizei recht gut rekonstruieren.