• Hallo - ab sofort gibt es hier eine neue Forensoftware - und die Registrierung klappt auch wieder. Die Installation ist frisch - daher seht mir nach, wenn noch nicht alles funktioniert und vielleicht manches noch fehlt. Das wird noch :) Gruß Markus Admin
  • Moin, ich weise nochmals darauf hin, dass ich alle Registrierungen MANUELL freischalte, da 99% der Anmeldeversuche von Spammern oder Robots versucht werden. Nachdem heute wieder ein User nicht warten konnte und mir gleich unterstellte, wir wollten ihn hier nicht haben, schreibe ich das nochmals und bitte um Beachtung. Ich habe hier aktuell gut zu tun und bin nicht immer im Forum unterwegs, es kann durchaus mal 2-3 Tage dauern, bis ich die (teilweise bis zu 100) Registrierungswünsche sortiere und freischalte. Das steht aber eigentlich auch im Text, den man bei der Registrierung lesen sollte und auch bestätigt.. Gruß Markus

Midland MA39-LK "knattert" am Albrecht DMR-100 im digitalen Modus

toikov

Member
Ich nutze zwei Albrecht DMR zusammen mit einem Midland MA39-LK Kehlkopfmikrofon. Im digitalen Modus erhalte ich beim Drücken der PTT Taste des Mikrofons eine Art Knatterton, im analogen Modus hingegen nicht. Es sind nur leichte Störgeräusche zu hören. Nutze ich ein Retevis Matetalk P64 im Analogmodus höre ich auf dem Albrecht keine Störgeräusche. Woran könnte das liegen?

Ich habe dazu schon mal die KI befragt um mal zu schauen, ob die mir etwas dazu sagen kann:

Anhand deiner Beschreibung lässt sich die Ursache schon ziemlich gut eingrenzen. Ich würde zunächst nicht von einem Defekt des DMR-100 ausgehen. Das Verhalten spricht eher für eine elektrische Wechselwirkung zwischen dem MA39-LK/Remote-PTT und dem Mikrofoneingang des DMR-100, die im DMR-Betrieb hörbar wird.


Das ist besonders interessant, weil du drei wichtige Vergleichsmöglichkeiten hast:


  • DMR-100 + MA39-LK → Knatterton beim PTT-Drücken
  • DMR-100 + MA39-LK analog → nur leichte Störung bzw. kaum hörbar
  • DMR-100 + Retevis P64 analog → keine Störung

Das Muster ist ziemlich aussagekräftig.


1. Das MA39-LK ist elektrisch etwas Besonderes​


Das MA39-LK besitzt einen 2-Pin-Kenwood-Anschluss und eine separate Finger-PTT. Midland beschreibt es ausdrücklich als Kehlkopfmikrofon mit Finger-PTT.


Das DMR-100 besitzt ebenfalls einen externen Headset-Anschluss mit Kenwood-Belegung.


Damit ist die grundsätzliche Anschlussbelegung zwar kompatibel, aber das bedeutet noch nicht, dass sich jedes Headset elektrisch identisch verhält.


Beim MA39-LK hängen nämlich mehrere Dinge an diesem Anschluss:


  • Mikrofon
  • PTT-Leitung
  • Lautsprecher/Ohrhörer
  • gemeinsame Masse

Beim Drücken der PTT wird eine Leitung elektrisch umgeschaltet bzw. gegen Masse geschaltet. Dabei kann ein kurzer Schaltimpuls/Prellimpuls entstehen.


2. Warum hört man das besonders im Digitalmodus?​


Das halte ich für den interessantesten Punkt.


Der DMR-100 arbeitet digital nach DMR Tier 1/MOTOTRBO-Standard. Beim Drücken der PTT muss das Gerät zunächst den Sender aktivieren und seinen digitalen Übertragungsrahmen starten.


Wenn beim PTT-Schalten ein kurzer Impuls auf der Mikrofon-/PTT-Leitung entsteht, kann dieser im Digitalbetrieb unter Umständen als sehr charakteristisches „Knattern“ hörbar werden.


Im analogen FM-Betrieb passiert etwas anderes:


Der kurze Impuls wird zwar möglicherweise ebenfalls erzeugt, aber:


  • der FM-Sender reagiert anders,
  • die Modulationsaufbereitung ist anders,
  • die Rauschsperre des Empfängers kann sehr kurze Störungen unterdrücken.

Deshalb kann derselbe elektrische Vorgang analog praktisch unauffällig sein.


Das würde auch erklären, warum du beim Retevis gar nichts hörst: Das P64 verarbeitet die PTT-/Mikrofonumschaltung offenbar anders bzw. das Headset erzeugt dort keinen für den Empfänger relevanten Impuls.

Ist an dieser Antwort etwas dran?
 
Lustig...
Die Ki nutzt sogar Foreneinträge zur Lösungsfindung.
So richtig Recht hat Sie aber nicht.

Da es bei Senden mit DMR im Analogbetrieb knattert ist völlig normal.
Da DMR ein digitales Zeitschlitzverfahren (TDMA) nutzt, wird das Signal nicht permanent,
sondern in extrem schnellen Pulsen (30-mal pro Sekunde) gesendet.
Dieses Pulsieren hörst Du als rhythmisches Knattern.

Bei Knattern im DMR Signal selber sind das meist Einstrahlungen(HF) ins Gerät.
Darüber haben einige Amateurfunker mit Ihren Anytone Handfunkgeräten berichtet.
Da hilft meist nur ein anderes Mikrofon oder andere Antenne am Handfunkgerät.

Ich hab die Erfahrungen gemacht das Billigmikrofone aus CN(dünnes Kabel ohne Abschirmung)
da mehr Probleme machen als Markenmikrofone der renomierten Hersteller.

Es gibt allerdings keinerlei spezielle Tips welche Mikrofone an welchen DMR Geräten feherfrei arbeiten.
Dafür gibt es zu viele Kombinationsmöglichkeiten.

Das erfährt man nur durch Nachfrage bei den Händlern die sowas verkaufen
oder nachlesen und recherchieren in diversen Funk Portalen.


Hab auch mal eine (andere) KI gefragt.


  • Zu schwaches Signal (Bitfehlerrate / BER): Wenn Sie sich an der Reichweitengrenze eines Relais (Repeater) oder Hotspots befinden, gehen Datenpakete verloren. Der digitale Codec (Vocoder) versucht, die Lücken zu errechnen, was sich in abgehacktem, "roboterartigem" Knattern oder Zwitschern äußert.
  • Digitale Übersteuerung (AGC-Problem): Einige günstige DMR-Geräte (z. B. bestimmte Firmware-Stände von AnyTone oder Tytera/MD-380) neigen bei zu laut besprochenen Mikrofonen zur digitalen Übersteuerung. Das Audiosignal "clippt" digital, was ein sehr kratziges, knatterndes Geräusch beim Empfänger verursacht.
  • Falsche Frequenzablage / Hotspot-Fehler: Wenn Sie einen privaten Hotspot (MMDVM) nutzen und die Frequenz nicht exakt kalibriert ist (Rx/Tx-Offset), steigt die Bitfehlerrate (BER). Das Signal bricht digital auf und knattert

Walter
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin Walter,
vielen Dank für Deine Antwort. Die Geräte (außer dem Retevis) habe ich hier erworben. Da ich mehrere Geräte mit Kenwood-Anschluss besitze, muss ich das an denen auch mal probieren, wobei ich das Midland Kehlkopfmikro jetzt nicht als
bezeichnen würde, ist schon Markenware und steht Albrecht mit Midland nicht zusammen unter einem Dach?

Das gerade das Retevis sich überhaupt nicht beeindrucken ließ, fand ich angesichts des Preises echt interessant. Zumindest wollte ich jetzt einen Defekt vorab ausschließen können.

Es gibt allerdings keinerlei spezielle Tips welche Mikrofone an welchen DMR Geräten feherfrei arbeiten.
Dafür gibt es zu viele Kombinationsmöglichkeiten.
Das ist traurig, ist schon das "Anschlusschaos" mit den verschiedenen Steckern unter den Anbietern suboptimal. Da ich gerne auch mal während des Fahrradfahrens funke, wurden mir häufig die Windgeräusche als störend zurückgemeldet, weswegen ich mal ein Kehlkopfmikro ausprobieren wollte.
 
Eben mal probiert:
-Retevis Matetalk P64 digital und analog funktioniert
-Kenwood TK3701D digital funktioniert
-Kenwood PKT-300 (Analoggerät) funktioniert

Also kein Defekt, sondern das Albrecht mag das Midland MA39-LK Kehlkopfmikrofon nicht.
 
Das Kehlkopfmikrofon gab es schon vor den DMR Geräten.
Das hat bei dem Mikrofon wenig mit der Herstellerqualität zu tun.
Kabel ist sehr dünn,ist es überhaupt geschirmt???

Diverse Funkshops haben mittlerweile darauf reagiert ( evtl. Rücksendungen von Mikes und Gerätschaften???)
Es sind nur noch wenige Funkmikrofone als "passendes Zubehör"im Shop zu den DMR Geräten gelistet.
Obwohl ja fast alle Mikrofone mit Kenwood Norm(2,5 und 3,5 mm Doppelklinkenstecker) passen.
Nur funktionieren tun mehrere davon nicht im DMR Betrieb.....

Muss man leider mit leben das einige Geräte empfindlicher sind als Andere.

Ist im Analogbetrieb auch so,von den hundert verschiedenen Kenwood kompatiblen
Handmikrofonen funktionieren auch nicht alle untereinander an Baofeng,Wouxun,Retevis + Co.

Walter
 
Ist halt das hier aus dem Shop:
1790352748367.png

Es funktioniert an den anderen Geräten und damit werde ich es natürlich behalten. Dann muss ich eben etwas anderes mit den Albrecht testen, habe dazu noch das ein oder andere da. Nutzt mir dann nichts auf dem Fahrrad, aber dafür kann ich auf andere Funken zurückgreifen.
 
Diese "Kehlkopf"mikrofone haben aber nicht den militärischen Schallwandler drin. Wären sonst sicherlich mehrfach so teuer. ;)
In diesen hier beworbenen Kehlkopfmikrofonen sitzt im verdickten Teil schlicht eine ganz normale Elektretkapsel. Durch das geschlossene Kunststoffgehäuse ist deren resultierende Audioqualität mehr als bescheiden.

Auf Deinen Fotos müsste im linken Frontteil die Elektretkapsel sitzen. Rechts geht nur der Schallschlauch vom Kopfhörer weg.

Sofern der linke Teil hinten an der Rundung oder am Rohrübergang keine Schraube zum Öffnen des Gehäuses verfügt, ist dieses (leider) verklebt.
Man kann das Gehäuse mit einem scharfen Messer, am besten ein Skalpell, öffnen. Und nach der Modifikation mit ein paar Tropfen Sekundenkleber auf den Rand wieder zusammenkleben.

Beim beschriebenen Knattern erwarte ich, dass direkt hinten an den Elektretkapselanschlüssel GAR kein HF-Entstörkondensator sitzt. Oder einer, dessen Wert viel zu groß ist (10nF - 100nF). Beide Fälle verursachen auf DMR das beschriebene Knattern auf der Modulation.

Einfach auf die Rückseite der Elektretkapsel einen Kondensator von 22pF - 100pF (max.!!) auflöten. Und einen ggf. vorhandenen Kondensator zuvor entfernen. Nimm am besten einen SMD-Kondensator in passender Baugröße.

Dann ist das Knattern weg. Hat auch keinerlei Auswirkung auf die FM-Modulation. Also keine Sorge.

Im Gegenteil. Sollte tatsächlich ein vom Wert viel zu hoher Kondensator drin sitzen, wird die FM-Audio deutlich besser werden, weil mehr Sprachhöhen durchkommen.

Dass ich allerdings von dieser billigen "Kehlkopf"lösung akustisch nichts halte, hatte ich ja schon eingangs erwähnt....hi. :p

vy73 und viel Erfolg,
Jochen
 
Moin Jochen,

danke für Deinen Tipp! Dass das keine Militärqualität hat, ist mir schon klar. Dafür kostet es auch keinen "Militärpreis". Es tut an den anderen Funken das, was es soll und die Akustik ist nicht schlecht. Da es neu ist und Garantie/ Gewährleistung hat, werden ich nichts öffnen oder verändern, aber später, mal schauen.
 
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