• Hallo - ab sofort gibt es hier eine neue Forensoftware - und die Registrierung klappt auch wieder. Die Installation ist frisch - daher seht mir nach, wenn noch nicht alles funktioniert und vielleicht manches noch fehlt. Das wird noch :) Gruß Markus Admin
  • Moin, ich weise nochmals darauf hin, dass ich alle Registrierungen MANUELL freischalte, da 99% der Anmeldeversuche von Spammern oder Robots versucht werden. Nachdem heute wieder ein User nicht warten konnte und mir gleich unterstellte, wir wollten ihn hier nicht haben, schreibe ich das nochmals und bitte um Beachtung. Ich habe hier aktuell gut zu tun und bin nicht immer im Forum unterwegs, es kann durchaus mal 2-3 Tage dauern, bis ich die (teilweise bis zu 100) Registrierungswünsche sortiere und freischalte. Das steht aber eigentlich auch im Text, den man bei der Registrierung lesen sollte und auch bestätigt.. Gruß Markus

Die ewige Antennenfrage

Felis

Active member
Jedes dB von der Antenne zählt, das ist keine Frage, aber wenn es um die Antenne geht, spielen auch andere Faktoren eine Rolle.

Genommen es geht um eine HF-Multiband-Yagi (20-10m):

Eine 2-Element-Antenne bringt rund 4 dB, bei einem Gewicht von 20 kg und einer Baugröße von 4 m Boomlänge und 8 m Breite.
Eine 3-Element-Antenne bringt 5 dB, bei einem Gewicht von 35 kg und einer Baugröße von 7 m Boomlänge und 11 m Breite.

Mit dem Mehrgewinn von 1dB sind nicht nur wesentlich höhere Kosten, sondern ebenso eine weitaus höhere Windlast verbunden. Letzteres kann auch über die Eindatzdauer bei Wind an einem Teleskopmast entscheiden.

Wie ist eure Meinung zu diesem Thema?
1dB mehr und dafür Schönwetterbetrieb oder lieber eine solide 365 Tage/Jahr Antenne mit "nur" 4dB?
 
Mit etwas mehr Leistung und einem selektiven Antennenverstärker kann man das ausgleichen.
In der heutigen Zeit weis man nie wie die Natur "zuschlägt" dank den Klimaveränderungen.

Kann schon ein Faktor sein das "Angriffsziel" etwas zu reduzieren.

Walter
 
Nicht ganz Walter,

Bei TX sind ein, zwei dB mit einer Endstufe problemlos auszugleichen, Aber bei RX hilft der Verstärker nur, die Kabelverluste auszugleichen. Mehr, wie das was von der Antenne kommt kann auch der beste Verstärker nicht herbeizaubern.

Normalerweise ist das ein Thema das man abwägen kann. Doch wenn man in einer windigen Gegend lebt, wo starke Winde normal sind, ist die Entscheidung für einer Antenne komplrxer - kleine Antenna, oder bei Wind keine Antenne.

Meine Überlegung geht jedoch in eine andere Richtung.
Macht ein größerer Beam wirklich Sinn, wenn es nur um 1-2 DB mehr geht?
In der Praxis habe ich oft Gespräche mit OMs mit ansehnlichem Antennenpark. Da tritt dann mein 2-Element 5 Band-Beam, zB gegen einen 5-Element Beam an. Das Signal kommt bei der Gegenstation aber mit der selben Qualität und Lautstärke an. Ich hab den Test im letzten Jahr mit 4 Stationen jedes Monat wiederholt und die Unterschiede waren max bei 2dB. Das bestätigt ziemlich die Theorie.

Also, wo liegt der technische Nutzen, wenn der Unterschied in der Praxis so gering ist?
 
Wir haben Karneval(ein paar Tage andere Prioritäten).
Schon viele Menschen untwerwegs trotz schlechtem Wetter.

Ps.
Technischer Nutzen und Unterschiede liegt auch am Geld.
Um die restlichen Prozente noch zu nutzen muss man viel investieren.

Ist bei einem Weltempfänger auch so.
Man empfängt 90% der Sender,möchte man 95 % empfangen kostet es vielfach doppelt so viel.
Und die nächsten Prozente sind unbezahlbar.

Auch mit einer Sat Schüssel(wie bei meiner 1,80 Meter Gibertini) kann man viel empfangen.
Besonders im C Band.
Möchte ich da noch 5 oder 10% mehr Sender empfangen muss ich auch die Investitionen fast verdoppeln.

Lohnt oder lohnt nicht betrifft das ganze Leben.
Und wenn es nur die Qualität der Linsen wie bei einer grauen Star Operation sind.
Manch Jemand würde gerne,kann aber nicht;-)

Walter
 
Sorry, hab übersehen dass die Deutschen heute wieder lachen müssen 😂 - viel Spaß 👍

Da hast du sicher recht, aber die Frage ist weniger nach dem absoluten Betrag, den man ohnehin nur einmal ausgeben kann. Eher ob man einen großen Beam kauft oder einen kleinen, weil der Unterschied nur 1% ist?
Für den Rest vom Geld findet si h sicher auch noch was.

Aber wenn das 1%, das zudem extremst dem Glück geschuldet ist, dem 4fachen Antennepreis bedeutet, sollte man nachdenken. Denn auch mit der - 1% Antenne wird man irgendwann, oder vielleicht schon früher das nötige Glück haben 🍀
 
Für 1% sollte man besser das Wetter beobachten.
Oder viel Geduld und Zeit investieren.
Oder auch etwas mit dem Antennenstandort spielen...

Vom Antennen Kabel rede ich lieber nicht,kenne Jemanden der für 10 Meter Lautsprecherkabel ca 200 Euro bezahlt hat.
Ob er den Unterschied überhaupt mitbekommt???
Es ist bestimmt nur messbar mit R&S Peripherie;-)

Walter
 
Für das letzte dB investiert er in gutes Antennenkabel und guten (N-) Stecker.
Generell stimmt das schon, aber eine Antenne ist nunmal ein passives Bauteil, das keine Verstärkung bringt. Es ist lediglich möglich, die Abstrahlrichtung durch die Antennenform zu beeinflussen und die HF primär in eine Vorzugsrichtung abzustrahlen.
Wenn du 100W in die Antenne schickst, kommen auch nur 100W raus!

Sendeseitig ist die Antenne egal und die Unterschiede können allein durch die Erhöhung der zugeführten Leistung ausgeglichen werden (zumindest in der Theorie). Beim Empfang sieht es dagegen vollkommen anders aus, den selbst eine Rivhzantenne kann nur was sie empfängt weitergeben. Hier liegt der Unterschied dann eher in der Ausblendung unerwünschter Richtungen.

Einfach gesagt, je größer und gerichteter die Antenne ist, desto besser für den Empfang. Für das Senden ist fie Endstufe die effektivere Wahl.
 
Nur mal so am Rand, weil ich es gelesen habe "40% der US-OMs nutzen Hexbeam".
Ein Hexbeam ist vergleichbar einer 2 Elemente Fullsize, was nicht nur ich, sondern mehrere Kollegen hier bestätigen. Ich hab eine 5-Band von InnovAntennas in 60m Entfernung zu einer Sp6cyn Hex und kann keine Unterschiede feststellen.

Wie wäre wohl der Unterschied zwischen einer 3 oder 4 Element zu einer 20-15-10, wie der OB11-3 ?

Von der klimatischen Seite gewinnt bei mir alle paar Wochen der Hexbeam, wenn die Yagi wegen 75+ km/h herunter fährt.

Irren sich 40% der Amis?
Ich denke nicht, wenn ich dazu die Aussagen von Freunden dort höre. "wir haben jedes Jahr für einige Wochen durchgehend 50-60km/h Wind. Bei mir hält keine Alu mehr als 3 Saisons..."

Was zählen 1-2dB mehr, wenn die Antenne am Boden ist. Und wäre es nicht zweckmäßiger die 2dB mit etwas PA Input auszugleichen?
 
Der Vorteil einer Richtantenne mit mehreren Elementen ist doch aber auch im Empfangsfall.
Je mehr Elemente, desto stärker das Vor-/Rückverhältnis. Und natürlich auch der Seitendämpfungen. Man "hört" weniger von hinten und den Seiten bzw. die Zielausrichtung wird besser. Das hilft, das ausgerichtete Zielsignal besser zu verstehen. Bei dichter Bandbelegung. Oder Pile-ups mit anrufenden Stationen aus aller Welt, die die DX-Station dann zumüllen.

Sendeseitig könnte man die Mehr-dB natürlich schlicht mit Leistungsverstärkung erzielen.

Vy73,
Jochen
 
Das war der eine Teil der Eingangsfragestellung Jochen.

Je mehr Elemente, desto gerichteter wird das Signal sowohl beim Empfang, als auch beim Senden. Wenn die Antenne zu "schmal" wird bräuchte man uU eine separate zusätzliche RX-Antenne.

Doch je mehr Elemente, desto größer wird das Antennengebilde uns damit die Windlast. So wird man sicher weit vor der zu schmalen Antenne die windmechanischen Grenzen erreichen. Bje größer die Antenne, desto früher muss diese bei Wind abgesenkt werden.

Nur wo zieht man diese dynamische Grenze und bis zu welcher Windgeschwindigkeit rechnet man?

Bei mir sind 70km/h nichts ungewöhnliches - anderswo kann das mehr oder weniger sein. Dazu kommt dass Wind nicht gleich Wind ist. Windböhen können weitaus stärker wie das Mittel sein und stetiger Wind führt zu Ermüdungsbrüchen. Meine Maste fahren bei 75km/h herunter, aber selbst in der kurzen Zeit des Herunterfahrens hatte ich schon 100km/h und mehr am Sensor.
 
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