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Thema: Probleme durch Verwendung diverser Werkstoffe beim Antennenbau.

  1. #1
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    Standard Probleme durch Verwendung diverser Werkstoffe beim Antennenbau.

    Moin!
    Heute Abend habe ich bei einem befreundetem om einem qso auf dem 160m beigewohnt.
    Es ging dabei auch um um die Verwendung unterschiedlicher Werkstoffe beim Bau von Antennen.
    Viele Materialien sollen im Lauf der Zeit miteinander reagieren. Auch Alu mit irgendwelchelchen Klemmschellen aus Stahl, b.z.w Schrauben aus Edelstahl.
    Verfügt jemand darüber über nähere Erkenntnisse oder Erfahrungen?

    73-Bernhard.

  2. #2
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    Hallo Bernhard
    Bekanntermaßen wird Aluminium schwarz und Oxidiert., bis jetzt hatte ich mit Stahlschellen auf Aluminium noch keine Probleme.
    Stecker (SO239) die nur Verchromt sind, Korrodieren ebenfalls mit der Zeit. Das hat halt alles mit Witterungseinflüssen zu tun.
    73&55 Peter
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    Gebürtig aus Heidelberg!!!!!!!
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    AE6110, Antenne Basekit OEM mit 1/4 Lambda Strahler.
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    Am Mike Peter

  3. #3
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    Wenn Antennenanlagen der Feuchtigkeit ausgesetzt sind sollte man Elemente und Komponenten nehmen
    die nicht zu weit in der elektochemischen "Spannungsreihe" auseinander liegen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Elektr...Spannungsreihe

    Das kennt man ja von der Dachrinne aus Zink und dem Kupfernagel.
    Also besser alles aus den gleichem Element(Alu,etc)
    Noch besser ist Edelstahl.(auch die Schrauben!!)

    V2A oder V4A (Schrauben) oder verzinktes Befestigungsmaterial(Standrohre etc.) ist auch ganz ok.
    Sonst entsteht Oxidation und das Material wird "zerfressen"

    https://de.wikipedia.org/wiki/Oxidation

    Walter

  4. #4
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    Danke für Eure Antworten!

    Bei dem qso gestern Nacht auf 1872 kHz ging es speziell auch um Sperrkreise einer Drahtantenne. In diesen befanden sich Plattenkondensatoren, deren Elemente aus Aluminium durch Edelstahl-Gewindebolzen befestigt waren. Diese Kondensatoren befanden sich wohl innerhalb des Spulenkörpers. Das Ganze war durch ein Gehäuse geschützt.
    Nach etlichen Jahren wäre das Alu der Kondensatoren "zerbröselt" gewesen, wohl ausgehend von den Kontakt- und Befestigungspunkten an den Edelstahl-Gewindebolzen.
    Bei der Antenne soll es sich um eine "W3-2000" gehandelt haben.
    Meine Überlegung ging dahin, ob dies nicht auch bei anderen Konstrukten wie Antennenelementen, Schrauben, Schellen usw. möglich sein könne.
    Die Sache mit der "Spannungsreihe" wurde übrigens auch thematisiert.

    Korrosion an TV-Antennen kenne ich nur zu gut - aus den Zeiten, da ich selbs noch solche Teile auf Dächer gebaut habe. Ganz übel die Schädigung durch Kaminabgase bei Altbauten.
    Und dann waren da noch die furchtbar steilen Schieferdächer... .

    Gruß, Bernhard.

  5. #5
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    Ja Abgase und saurer Regen zerstört viele Materialien.
    Das in der heutigen Zeit besonders wenn ich nur an die billige Aluqualität(meist aus der Tschechei..)
    bei den aktuellen Klimakondensatoren an den Fahrzeugen denke.

    Man sollte sich vorne(zusätzlich) ein kleines Prallblech montieren.
    Kleinste Steinschläge zerstören die Lamellen ruckzuck....
    Habe es selber schon gesehen an vielen Fahrzeugen(auch Mercedes und BMW!)
    Die Lamellen waren innerhalb 2-3 Jahren regelrecht verfault!!

    Dazu gab es vor Kurzem mal eine Reportage im TV(finde den Link leider nicht mehr..)
    https://www.kues-magazin.de/kostenbombe-klimaanlage/

    Tja Antennen hab ich auch genug aufgesetzt(Mehrelement VHF und UHF).
    Danach auch viele Drehantennen(Meist UHF).
    Erinnere mich noch an die empfindlichen Stolle Rotoren die schon zitterten wenn ein Gewitter in 50 km Entfernung war.

    Danach kam ja das SAT Zeitalter,auch zig TV Schüssel montiert.
    An meiner eigenen Triax Schüssel war ich einer der ersten Multifeed Besitzer!!!

    Früher konnte man noch mit Korksohle über die Dächer spazieren....
    Heute würde ich mich das nicht mehr trauen.
    Erstens wegen den glatten Ziegel und zweitens sollte man mit knapp siebzig Lenzen dort nicht mehr rumturnen...

    Walter

  6. #6
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    Zitat Zitat von 13HN516 Beitrag anzeigen
    Bekanntermaßen wird Aluminium schwarz und Oxidiert.
    Guten Morgen zusammen,

    Alu ist eigentlich immer von einer Oxydschicht bedeckt- oft durchaus gewollt (Eloxal). Allerdings ist der Einsatz von Aluminium in der Elektrotechnik so eine Sache *…

    Und es ist ziemlich schwer, bei den vielen Alu- Werkstoffen durchzublicken. Der Engländer macht sich's da einfach und nennt den ganzen Kram "alloy".

    128 + einen schönen 3. Advent

    Jens

    -----



    * da kann nich jeder mit ümm …
    =;o))

  7. #7
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    Walter,

    Schuhe mit Korksohlen kenne ich gar nicht - aber die "60" habe ich auch schon durch.
    Wir haben beim Antennenbau Sportschuhe getragen, Jahre zuvor diese ein Joschka F. auch im hessischen Landtag trug.

    Das beste Antennenmaterial lieferte damals Hirschmann und Kathrein, Fuba war nicht so besonders. Besonders deren Mehrbereichsverstärker waren oft Mist.

    Anscheinend gibt es wohl viele unterschiedliche Alu-Legierungen, nicht nur Dural und Silal.
    Vermutlich wird das auch heute bei Antennen so sein. Da habe ich nicht die metallurgischen Kenntnisse.

    Off topic: Bei einem Sammler habe ich mal mehrere "08"-Magazine gesehen, deren Bodenstücke aus Alu waren.
    Manche waren regelrecht "zerfressen" und die Bestempelung nicht mehr zu erkennen.
    Angeblich sollte dies von Auswaschungen von Gerbstoffen aus den Ledertaschen herrühren.
    Anscheinend wurden damals auch schon unterschiedliche Werkstoffe verwendet.

    Heute dürfte es beim Antennenbau nicht anders sein.

    73 - Bernhard.

  8. #8
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    Jens,

    das mit dem oxydieren von Alu war mir zwar bekannt, nicht jedoch das dies sehr schnell stattfindet - durchsichtige Oxydschicht.

    Im Sommer haben wir 2 CB-Halbwellenantennen mit hochohmiger Anpassung (fettes L mit 50 Ohm Anzapf) gebaut. Dies mit Fahnenmasten aus dem "Dehner"-Baumarkt, etwas bessere Ausführung.

    Ein om gab uns den Tip, unmittelbar vor dem Zusammenstecken an den Verbindungen gut mit Schmirgelpapier bearbeiten.

    So haben wir es auch gemacht. Das obere Teil wurde dann noch ausgeschäumt und mit einer Kappe versehen.
    Abschliessend wurde der Strahler gut mit Spiritus abgewaschen und 2× mit RAL 7000 gesprüht. "Marinegrau" - das musste sein... .

    73 - Bernhard.
    Geändert von Bernhard (14.12.2019 um 17:48 Uhr)

  9. #9
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    Hallo Bernhard,

    auch ich habe da ordentlich Lehrgeld bezahlt. Ich hatte aus Al- Rohrresten eine Lambda/4 "zusammengestümpert" und die Oxyd- Problematik dabei völlig verdrängt.

    Da hätte ich auch einen Besenstiel 'raushängen können ...

    128; Jens

  10. #10
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    Jens,

    wer hat noch kein Lehrgeld bezahlt?
    Ärgerlich, mitunter auch teuer, wird es dann, wenn es aus Leichtsinn passiert. So nach dem Motto: "Wird schon gehen"... .

    Bei den Antennen wäre es ärgerlich gewesen, da die Mastsegmente nach dem Zusammendrücken nicht mehr zu trennen sind - nur mit Säge... .
    73 - Bernhard.

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