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Thema: Was ist beim DARC los ?

  1. #1
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    Standard Was ist beim DARC los ?

    Hallo zusammen,

    mich würde einmal interessieren was ihr für Erfahrungen mit dem DARC e.V. gemacht habt.

    Ich schilder einfach mal meine Erfahrungen mit dem Kontakt-versuch mit dem e.V.

    Ende Dezember `17 habe ich eine Gastmitgliedschaft bei dem DARC beantragt da eineige OM`s regelrecht darauf drängen dort Mitglied zu sein.
    Noch schlimmer, als ich mich in einem QSO äusserte das ich das nicht unbedingt brauche wurde massiv gestört und sogar von einen Anonymen OM beschimpft.

    Nach 5 Wochen hatte ich noch immer keine Bestätigung von dem Verein sodass ich versuchte anzurufen.
    Einen kompletten Tag waren alle Leitungen belegt lt. Ansageband, am nächsten Tag war eine sehr nette Dame am Telefon die aber keinen Antrag von mir vorliegen hätte und ich sollte mich später nocheinmal melden.
    Gesagt, getan. Am nächsten Tag wieder angrufen und da bekamm ich zur auskunft das mein Antrag noch von einem OVV geprüft werde.

    Erste OM`s deuteten mir gegenüber schon an das ich vergeblich warten werde da der Verein keine Gäste sondern zahlende Mitglieder möchte/braucht.

    Leider hatten diese OM`s recht...

    3 Tage nach meinem letzten anruf bekam ich eine schriftliche Bestätigung das mein Antrag registriert wurde jedoch abgelehnt wird da ich nicht vom OVV telefonisch erreicht werden konnte !? !? !?

    Okay, also mal in der Fritz-Box nachgeschaut wann dieser OVV angerufen hat aber bis November `17 war dort keine unbekannte oder unterdrückte Rufnummer vorhanden, das selbe an menem Smartphone.

    Ich kann meine Gedanken über diesen Verein kaum in Worte fassen...

    DARC e.V ein Armutszeugnis.

    Für Rechtschreibfehler bitte ich zu entschuldigen da ich etwas aufgeregt bin.

    vy 73, Thomas

  2. #2
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    Standard

    Da kann man ja jetzt wieder stundenlag diskutieren.
    Gibt gute und schlechte Erfahrungen zu Hauf mit diesem Verein...
    Ich wüsste garnicht was ich mit einer Gastmitgliedschaft machen sollte???

    Würde mal in meiner Nähe bei den Ortsverbänden rumschnüffeln.
    Da gibt es auch gewaltige Unterschiede.
    Man "muss" ja nicht unbedingt in einem Verein sein um ein Hobby mit Gleichgesinnten auszuüben.
    Gibt ja nicht nur den ADAC(als Vergleich gemeint).

    Wir trefen uns einmal im Monat(jeden 2. Mittwoch im Monat).
    Da wird auch nicht nach Rufzeichen oder Geräte-Ausstattung oder Vereinszugehörigkeit gefragt.
    Dort sind Frauen dabei(die können sogar prima löten!!!) und auch SWL und CB Funker.

    Wenn man sich schon jahrelang kennt ändert der Mensch sich ja nicht nur weil er ein anderes Abzeichen an der Jacke hat.
    Leider hat sich das gesammte Vereinsleben in dem letzten Jahrzehnt grundlegend geändert.
    Das ist aber nicht nur ein Problem des Funks oder des DARC,das ist mittlerweile überall so.

    Wo ich nicht willkommen bin geh ich nicht hin!!!

    Walter

  3. #3
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    Meine Erfahrungen mit dem DARC liegen schon längere Zeit zurück. Zur allgemeinen Belustigung möchte ich hier darüber berichten.
    Mitte der 80er Jahre war ich in einem OV in der Nähe von Frankfurt - für ganze zwei Jahre. Es gab dort einige ältere Herren, die gerne den Oberlehrer mimten. Jene mit dem fast permanent erhobenen Zeigefinger. Deren Ansicht nach ging das Funken überhaupt nur mit dem DARC. War jemand nur SWL, so wurde er als nicht vollwertiges Individuum betrachtet.
    CB-Funker jedoch befanden sich stets am Rande zur Kriminalität. So die damaligen Ansichten einiger Ehrennadelträger.
    Dies gipfelte in dem Vorhaben, die CB-Anlagen von Antragstellern in Augenschein nehmen zu wollen. Man wolle schliesslich keine "faulen Eier" im Nest haben.
    Das Erlernen von CW ging ebenfalls nur über die vom Verein abgehaltenen Kurse.
    Als ich dann bei passender Gelegenheit dies in Frage stellte, war ich natürlich "unten durch" - erst recht, als ich diverse Bescheinigungen meiner Dienstzeit bei der Marine und des Seeamtes präsentierte.
    Einige der jüngeren Anwesenden verliessen den Raum, wohl weil sie sich das Lachen nicht verkneifen konnten.
    Bleibt zu Hoffen, das jene Oberlehrer beim DARC inzwischen weniger geworden sind.
    Um meinem Hobby nachzugehen brauche ich allerdings immer noch keinen Verein...

  4. #4
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    Ich bin Mitglied im DARC, weil dieser die Lobby der Funkamateure ist und ich denke, dass wir ohne ihn in der Politik nicht (ausreichend) gehört werden würden. In unseren örtlichen OV sind alle Funkbegeisterten willkommen, ganz egal ob sie nur SWL sind oder der "bösen" CB-Funk/Freenet-Fraktion angehören. Und auch wenn man nur DO'ler ist. Dies ist leider nicht überall so.

    Ich kann bislang nichts negatives berichten.
    73 vom «Bandit» mit QTH im schönen Ostwestfalen.

  5. #5
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    Danke Walter, Bernhard und Bandit für eure schnellen antworten.
    Bei "unserem" bzw nächstgelegenen OV ist die Mitgliedschafft im DARC eine Pflichtveranstaltung, ich denke da werde ich mich auch nicht wohl fühlen können.
    Ich möchte da niemanden zu nahe treten oder verallgemeinern aber der Altersunterschied ist dort enorm, trotz kleinem Stadt-relais und OV-Frequenz findet dort seltenst Funkbetrieb statt.
    OV Treffen sind meistens grade mal 3-4 OM's anwesend und das Hauptthema sind: Reuma; wessen YL den besten Kuchen backt und das früher alles besser war.
    DMR und D-Star ??? Sowas braucht man nicht und hat mit Amateurfunk nichts zu tun...

    Am Wochenende möchte ich ins ca. 50Km entfernte Giessen fahren dort ist Bestlermesse und Flohmarkt des OV-07. Ist nicht grade um die Ecke aber einen versuch wert.

    vy 73, Thomas

  6. #6
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    Das was hier momentan beschrieben wird, steht nicht ausschließlich tendeziell für den DARC, sondern in der Gesamtheit des deutschen Behörden- und Institutionsapparates. Oder anders ausgedrückt:

    "Schenke einem deutschen Niemand ein Dixi Klo und er wird sich darin wie ein Chef aufführen."

    Die Zwangsmitgliedschaft im DARC als Voraussetzung für eine Mitgliedschaft in einem Ortsverband halte ich auch rein juristisch schon für sehr grenzwertig. Das alles hat natürlich mit Hobby rein garnichts mehr zu tun. Ich persönlich hätte an dieser Stelle schon meine Konsequenzen gezogen, die bekannte Floskel bezüglich des menschlichen Gesäßes benutzt und mein eigenes Ding aufgezogen. Funkfreunde, welche nicht so dermaßen borniert sind, findet man glücklicherweise noch genug in Deutschland bzw. in der Welt.

    Ich bin zwar kein Amateurfunker, kenne aber z.B. alle OMs und OWs aus dem OV meines Wohnortes sehr gut und da ist wirklich jeder willkommen, der das ernsthaft betreiben will und auch keine Latte an Straftaten auf dem Kerbholz bzw. im Führungszeugnis hat. Auch um den Nachwuchs wird sich da regelmäßig gekümmert. Kurzum, da ist das Vereinsleben eben noch Vereinsleben.

  7. #7
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    Ein Zwangsmitgliedschaft im DARC ist bei uns im OV keine Voraussetzung, um dort aktiv mitzuwirken. Unser OVV ist tatsächlich einer der "neueren Generation". Aber es stimmt schon, dass der Altersdurchschnitt unter den OMs sehr hoch ist. Bei uns würde ich auf durchschnittlich 65 Jahre tippen. Aber: Viele dieser alten OMs sind tatsächlich auch offen für Neues (Digitalfunk etc). Vielleicht habe ich aber auch nur Glück mit meinem OV.
    73 vom «Bandit» mit QTH im schönen Ostwestfalen.

  8. #8
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    Hallo zusammen,

    was der TE hier zu berichten hat, stimmt einen schon traurig über die Zustände. Gerade über kleinere OVs habe ich das aber leider schon öfter gehört, dass da der Mittelbau fehlt (eben weil sich seit ca. den 90er Jahren diese "es-geht-auch-ohne" Mentalität breit gemacht hat und parallel die Nachwuchsgewinnung nicht funktionierte), die "alten Kämpfer" oft ein wenig den Anschluss verloren haben und der OV nur noch auf Wege der natürlichem Dezimierung der Auflösung entgegen dümpelt. Hier in B01 ist das zum Glück nicht in dem Maße der Fall (OK, unterhalb der 40 wird es schon etwas dünne, aber wir haben eine Menge Leute die mit beiden Beinen im Berufsleben stehen), wir machen jedes Jahr ein schönes Fieldday-Wochenende und betreiben - zusätzlich zum analogen Relais - sogar unseren eigenen DMR Repeater DB0FUE.

    Ebenfalls hat man mir nie das Gefühl gegeben, als DO'ler "nicht für voll genommen" zu werden. Klar schwingt wohl manchmal im Hintergrund die Erwartung mit, dass irgendwann noch die Ergänzungsprüfung folgt. (Hab ich ja im Prinzip auch vor, allerdings erst wenn ich gleichzeitig auch CW ablegen kann, und davon bin ich leider noch weit entfernt.) Hintergrund für meinen Beitritt war ganz klar einerseits das regelmäßige persönliche Treffen mit Gleichgesinnten und andererseits die zahlenmäßige und auch finanzielle Unterstützung des DARC e.V. als Vertretung der deutschen Funkamateure gegenüber der Politik und den internationalen Organisationen, außerdem natürlich die CQ DL, die QSL-Vermittlung und der DOK, nach dem man ja doch praktisch dauernd gefragt wird...

    Klar ist, der DARC e.V. braucht Mitglieder. Ob das Ausüben von wie auch immer geartetem "Druck" auf Nichtmitglieder und potentielle Gastmitglieder da zweckmäßig ist, halte ich allerdings für sehr fraglich. Das vergrämt (verständlicherweise) die Leute eher.
    Dass die Kontaktaufnahme mit der Zentrale so schlecht geklappt hat und die Gastmitgliedschaft blockiert wurde, ist natürlich auch schade. Die sind aber (s.u.) auch weniger auf den direkten Kontakt mit der Mitgliederbasis eingerichtet, da das traditionell alles "den Weg der Instanzen" über OV und Distrikt läuft. Das Thema Gastmitgliedschaft stellte sich bei mir nicht (bzw. war mir gar nicht bekannt dass es das gibt), ich bin einfach eines Tages beim OV-Abend aufgekreuzt (da "Gäste willkommen" auf der Webseite stand), habe mich als Interessent vorgestellt und mir nach drei oder vier Abenden vom OVV die Papiere geben lassen und die Mitgliedschaft beantragt.

    Wie anderswo schon angemerkt wurde, gibt es auch meistens nicht nur einen OV in zumutbarer Entfernung und keine "Pflicht", in den des jeweiligen Wohnorts/Landkreises o.ä. einzutreten. Einfach mal schnuppern, wo die Chemie stimmt und ob die dominierenden Gesprächsthemen beim OV-Abend zusagen HI.

    Die Zwangsmitgliedschaft im DARC als Voraussetzung für eine Mitgliedschaft in einem Ortsverband halte ich auch rein juristisch schon für sehr grenzwertig.
    Diesen Einwand kann ich so allerdings nicht nachvollziehen, formal betrachtet ist ein OV ja (üblicherweise, es mag Ausnahmen geben) gar keine rechtlich eigenständige Einheit (kein "rechtsfähiger" Verein), die überhaupt eigene Mitglieder haben könnte - sondern eben eine rein interne Gliederung des DARC e.V., in der aus organisatorischen Gründen eine bestimmte lokal definierte Teilmenge von dessen Mitgliedern zusammengefasst ist. Es gab ja sogar das umgekehrte Problem, dass die Zugehörigkeit zum DARC nur über einen OV funktionierte, was wiederum Leuten nicht lag, die auf regelmäßige Vereinsabende usw. keinen Bock haben bzw. mit dem zuständigen OV/einzenen Mitgliedern oder Funktionären schlicht nicht zurecht kamen. Dafür wurde aber über die Einführung sog. "virtueller OVs" mittlerweile auch eine Lösung geschaffen.

    Gruß und 73,

    Arno // DO4NAK

  9. #9
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    Ich hatte bei uns in der Umgebung Kontakt zu mehreren OVs, wurde dort überall sehr nett aufgenommen auch als (noch) Nichtmitglied. Offenbar gibt es dort ziemliche Unterschiede zwischen den Regionen. Der Altersdurchschnitt ist schon recht hoch aber das dürfte im Afu allgemein so sein. Entsprechen schwierig ist es oft Leute im OV mit so neumodischem Kram wie E-Mail oder Whatsapp zu erreichen.

    Meine Gastmitgliedschaft schleift im Moment auch etwas, ich hatte den Antrag im Januar bei einem OV abgegeben (mit Eintritt ab 1.3. weil ich damals noch gar kein Rufzeichen hatte) und nichts mehr davon gehört. Hab dann vorgestern mal beim DARC angerufen, kam auch schnell durch und eine nette YL bestätigte mir, dass mein Antrag da ist. Mal sehen wie's weiter geht.

    73 Haiko DO9HC

  10. #10
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    Standard

    Inzwischen ist meine Gastmitgliedschaft auch aktiv, also ich kann erst mal nicht klagen.

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