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Thema: Gewitter und Fiberglasantennen

  1. #1
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    Standard Gewitter und Fiberglasantennen

    Hallo!

    Wegen den derzeitigen häufigen Sommergewittern habe ich mal eine Frage die vielleicht etwas komisch ist aber bei genauer Betrachtung garnicht mal so abwegig.

    Und zwar, wie verhält sich eine Fiberglasantenne falls da mal ein Blitz einschlägt?


    Bei einer Aluantenne dürfte die Sache klar sein. Erdung hin und her, der Blitz oder ein Teil davon wird durch den Innenleiter des Speisekabels weitergeleitet.


    Aber wie ist das bei einer Fiberglasantenne? Die hat ja alles metallische innen geschützt und lediglich ein kleiner Teil bzw. die Masthalterung ist metallisch.


    Also, wer kann dazu was berichten?


    Ich danke fürs Lesen und freue mich auf Antworten!



    73 Reiner

  2. #2
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    Zitat Zitat von Schrottfunker Beitrag anzeigen
    wie ist das bei einer Fiberglasantenne? Die hat ja alles metallische innen geschützt
    Das interessiert den Blitz herzlich wenig, es knallt genauso.
    Bei einem nassen Schnürsenkel mit Kabel dran würde es nicht anders sein.
    „Qualität ist kein Zufall; sie ist immer das Ergebnis angestrengten Denkens.“
    John Ruskin (1819-1900)

  3. #3
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    Dann bekommt die Antenne "Fiber".....

    Walter

  4. #4
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    Ich habe mal eine Fiberglasantenne gesehen, die einen Treffer abbekommen hat. Das war die X50 des Ulmer 70cm-Relais."Explodierte Banane" triffts ganz gut...
    73 de Uli

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    Bedenke: Amateure bauten die Arche, Profis die Titanic...

  5. #5
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    ... außerdem ist der Außenleiter des Kabels in der Regel mit dem metallischen Halter der Antenne und damit dem Mast verbunden. Ein Übergangswiderstand in der Erdung kann dann auch etwas Strom über das Kabel in des Gerät fließen lassen, was bei den Strömen und Spannungen eines Blitzes (auch wenn es nur ein Blitzchen ist) das Gerät sicherlich innerlich grillt. Ich mache bei Gewitter, oder wenn ich bei Gewittergefahr das Haus verlasse immer die Antennen von den Geräten ab (natürlich nur die Außenantennen, nicht die von den Handfunken)...

    73 miteinander
    Herbert
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  6. #6
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    Kann man den Blitzschutz der BW-Antennenfüße auch für CB nehmen? Ich meine, ich habe da eine Schmelzsicherung oä drin.

  7. #7
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    Wenn der Blitz den Weg aus der Wolke bis zum Erdboden hinter sich hat, wird er über den einen Zentimeter Lachen. Blitzschutz... pfff...
    „Qualität ist kein Zufall; sie ist immer das Ergebnis angestrengten Denkens.“
    John Ruskin (1819-1900)

  8. #8
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    Ich dachte eher, daß der verhindert, das der Blitz die leitend gemachte Strecke überhaupt nutzen kann. Der Blitz fliegt doch durch Potentialunterschiede, also doch nicht unbedingt von oben nach unten, oder doch?
    Kennst Du vom Blitz zerstörte Funkgeräte beim Bund trotz Blitzschutz?
    Bei uns haut oft der Blitz ins Haus, aber außer Funkensprühregen vorm Fenster vom Blitzableiter oben ist noch nichts passiert.

  9. #9
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    Zitat Zitat von Schrottfunker Beitrag anzeigen
    Aber wie ist das bei einer Fiberglasantenne? Die hat ja alles metallische innen geschützt und lediglich ein kleiner Teil bzw. die Masthalterung ist metallisch.
    Wohl dem, dessen Antenne nach dem Stand der Technik mit einer getrennten Fangeinrichtung geschützt und damit gegen galvanische Teilblitzstromeintragungen in die Antenne und Endgeräte gefeit ist. Wie groß die äquivalenten Trennungsabstände gegen eine Blitzschutzanlage oder Antennenerdung sein müssen, damit kein Lichtbogenüberschlag stattfindet, ist der Folie zu entnehmen. Nicht für Hochspannung ausgelegtes Fiber hat ein km von ~ 0,6.

    Blitzströme kann man nur mit ausreichend isolierenden äquivalenten Trennungsabständen oder mit HVI-Ableitungen bändigen. Zu glauben, dass 1 - 2 mm Fiberglas zur Hochspannungsisolation ausreichen, ist etwas naiv.


    Blitz ist nicht gleich Blitz, abhängig von der Blitzstromstärke wurden die früher üblichen LMK-Fiberglasruten auf UKW-Köpfen von Direkteinschlägen "nur" in Fasern gespalten oder auch komplett geschmolzen.

    73 Roland
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken IEC 62305-3 äquivalente-TA.jpg  
    Geändert von Dipol (03.08.2015 um 22:17 Uhr) Grund: Nachtrag Folie

  10. #10
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    Zitat Zitat von Fun-ker Beitrag anzeigen
    ... außerdem ist der Außenleiter des Kabels in der Regel mit dem metallischen Halter der Antenne und damit dem Mast verbunden.
    Gefühlt 95 % der Antennen sind bezüglich der Erdungspflicht und dem PA der Kabelschirme nicht normkonform. Selbst bei blitzstromtragfähiger Erdung des Antennenträgers fehlt zumeist der besonders wichtige PA der Kabelschirme beim Gebäudeeintritt.

    Zitat Zitat von Fun-ker Beitrag anzeigen
    Ein Übergangswiderstand in der Erdung kann dann auch etwas Strom über das Kabel in des Gerät fließen lassen, was bei den Strömen und Spannungen eines Blitzes (auch wenn es nur ein Blitzchen ist) das Gerät sicherlich innerlich grillt.
    Der Erdausbreitungswiderstand sollte möglichst niederohmig sein, aber noch wichtiger ist ein lückenloser Potenzialausgleich aller Kabelschirme möglichst nahe der Gebäudehülle. Nur so werden alle Haussysteme auf ein Potenzial gebracht und bei Blitzstromeintragungen gleichmäßig angehoben.

    Zitat Zitat von Fun-ker Beitrag anzeigen
    Ich mache bei Gewitter, oder wenn ich bei Gewittergefahr das Haus verlasse immer die Antennen von den Geräten ab (natürlich nur die Außenantennen, nicht die von den Handfunken)...
    Das ist besser als nix, aber sowohl nach der für Funksende-/empfangsantennen zuständigen DIN VDE 0855-300 wie auch der DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1) für Haushaltsantennen völlig ungenügend.

    Blitzströme, die einmal ins Haus eingedrungen sind, lösen sich nicht von selbst in Wohlgefallen auf. Insbesondere Bypässe ungeerdeter Antennenleitungen wird kein Blitz verschmähen und sich auch bei einer ausgesteckten Leitung seinen Weg gegen Erde suchen.

    73 Roland

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