• Hallo - ab sofort gibt es hier eine neue Forensoftware - und die Registrierung klappt auch wieder. Die Installation ist frisch - daher seht mir nach, wenn noch nicht alles funktioniert und vielleicht manches noch fehlt. Das wird noch :) Gruß Markus Admin

War das nicht einen Haufen Arbeit???

Die Waldfee

Active member
[/QUOTE]
Ein Händler kauf für 100 € Ware ein. Die MwSt (UmSt?) führt er ab, egal wieviel % es sind. Er hat also Ware im Wert von 100 € auf Lager.
Nein, er legt Ware für 84,03 € (Nettowarenwert) ans Lager!
Die 100 € beinhalten den Nettowarenwert und die Umsatzsteuer. Die Umsatzsteuer wird dem Händler als Vorsteuer monatlich durch das Finanzamt erstattet.
Üblicherweise reden Händler bei EK immer von Nettopreisen, also ohne USt.
Was Joachim jetzt genau gemeint hat, ist IMHO nicht klar ersichtlich.

Die USt. wird immer bis an den Endverbraucher durchgereicht, nur dieser bezahlt letztendlich diese als Mehrwertsteuer..

Wie der Händler seine Preise (Endverbraucherpreise = Bruttopreise) gestaltet, dass liegt aber an ihm.

Dem Händler "bringt" de Umsatzsteuersenkung nichts, wenn er diese an den Endkunden weitergibt.
 
Üblicherweise reden Händler bei EK immer von Nettopreisen, also ohne USt.
Was Joachim jetzt genau gemeint hat, ist IMHO nicht klar ersichtlich
Das ist das Problem, dass ich bei fachfremden schwierigen Themen Schwierigkeiten habe, das gut verständlich in einem Forum auszudrücken.
Aber eigentlich egal. Also nur nochmal kurz:
Ich verstehe bei dem Beispiel von Felis nicht, warum Händler durch eine UmSt. Umstellung Vor- bzw. Nachteile haben können. Da sie ja in Netto rechnen.
Mmmh, das klingt auf der Homepage vom BMZ aber irgendwie netter
Das ist ein Link zur offiziellen Homepage der Regierung zum Thema Agenda 2030. Also nichts zur Besteuerung.

Aber wie gesagt, egal, ist ein wenig kompliziert in einem Forum zu besprechen. Leichter wäre es im Biergarten!

Gruß,
Joachim
 

Die Waldfee

Active member
Ich verstehe bei dem Beispiel von Felis nicht, warum Händler durch eine UmSt. Umstellung Vor- bzw. Nachteile haben können. Da sie ja in Netto rechnen.
Hallo Joachim,

überlege mal, das z.B. ALDI jetzt 1000de neue Preisschilder drucken und anpappen muss....
Und wenn die es nicht tun, dann wird gemeckert, weil die Senkung nicht an den Kunden weitergegeben wird.
Und da steckt ja noch ein Rattenschwanz mehr Arbeit dahinter.

Übrigens ist die Preisersparnis nicht 3%, da die Bemessungsgrundlage für die 3% USt.-Senkung ja der Nettowert, nicht der
Bruttowert ist.

Beispiel:
Ein Artikel für Brutto 119.- Euro mit 19% USt. kostet nach der Senkung der USt. auf 16% noch 116.- Euro Brutto.
Preissenkung beträgt 2,5 %.

Jetzt wird die USt. von 16% wieder auf 19% erhöht,
Preissteigerung beträgt 2,6%.

monitäre Grüße,
F.
 
Hi Waldfee,

dass die zeitlich beschränkte Umstellung an sich unsinnig ist und für die Händler viel Arbeit und Nachteile hat, ist mir schon klar. Hier habe ich mich (wieder) missverständlich ausgedrückt.

Mein ursprüngliches Verständnisprüblem bezog sich auf dieses Beispiel:
Wenn er diese Ware im Juli für 150€ verkauft und muss er vom Erlös 16% Umsatzsteuer, entsprechend 20,69€ entrichten und der Gewinn beträgt 29,31€.
Hätte er die Ware noch im Juni, für ebenfalls 150€ verkauft, hätte der Umsatzsteueranteil 23,95€ und der Gewinn 26,05€ betragen.
Die genannten Gewinnbeträge sehen doch nur so aus, wenn man der Bruttobetrag als fix betrachtet wird. Und dann gibt es einen Unterschied, ob im Juni oder Juli verkauft wird.
Jedoch rechnet der Handel doch (in meiner Welt - und ich kenn mich hier wie gesagt nicht aus) mit Nettobeträgen und darauf kommt die MwSt. Dann sind die Gewinne immer gleich, nur der Bruttobetrag ist dementsprechend häher oder niederiger. So mein Verständnis.

Aber, wie gesagt, ist eigentlich egal und ich wollte auch kein Fass aufmachen. Felis hat sich in die Thematik tief eingearbeitet und da glaube ich ihm das auch.

Übrigens:
Preissenkung beträgt 2,5 %.
Interessanter Aspekt! War mir so auch noch nicht klar. Danke dafür!

Nun aber zurück zur Technik.

Einen schönen Funkabend zusammen,

Joachim
 

Felis

Member
Ich verstehe bei dem Beispiel von Felis nicht, warum Händler durch eine UmSt. Umstellung Vor- bzw. Nachteile haben können. Da sie ja in Netto rechnen.
Der Nettopreis hat sich durch die MwSt.-Änderung nicht verändert, das ist richtig.
Aber beim Verkauf wird zusätzlich die MwSt. fällig, welche auf den Nettopreis aufgeschlagen wird und so den Endverbraucher- oder Bruttopreis bildet.
Die MwSt. die der Händler beim Einkauf selbst mit bezahlen musste, bekam er vom Finanzamt erstattet.

Damit zahlt der Händler nur MwSt. auf den Verkaufsaufschlag!

Beispiel aus dem Juni
Einkaufspreis des Händlers 119€ = 100€ Ware und 19€ MwSt. - die 19€ werden im Juli 2020 vom Finanzamt erstattet womit die Ware für 100€ (Nettopreis) ans Lager geht.
Würde der Händler die Ware ohne Ausschlag, noch im Juni für 119€ verkaufen, entspräche die MwSt. wieder 19€, die der Händler wieder ans Finanzamt abgeben muss.
D.h. der Händler bekommt 19€ beim Einkauf erstattet und muss 19€ beim Verkauf an des Finanzamt zahlen. -> Durchlaufender Posten
Da der Händler mit einen Aufschlag verkauft,, ist die verkaufsseitige MwSt. höher. Die MwSt. aus dem Mehrbetrag muss der Händler selbst tragen.

BIs hier hin ist die Sache denke ich noch klar..

Bei der MwSt.-Änderung von 19% auf 16% verschiebt sich diese Rechnung zu Gunsten des Händlers.
Er bekam im Juni für den Einkauf 19% MwSt. erstattet , muss nun aber nur 16% aus dem Verkaufserlös an das Finanzamt abführen.
Dier Händler bekommt als für alle Waren, die er am Lager hat und ab dem 1.7. verkauft, 3% vom Finanzamt geschenkt.

Beim Rückwechsel, also von 16% zurück auf 19% passiert das umgekehrte und der Händler muss beim Verkauf 3% mehr bezahlen, als er beim Einkauf erstattet bekommen hat.

Soweit die steuerliche Betrachtung..


Der Verkaufspreis des Händlers ergibt sich aus dem Nettoeinkaufspreis + Zuschlägen (Kosten des Händlers und Gewinn). Der Gewinnanteil ist i.d.R. nicht so hoch, da der Händler ja auch im Wettbewerb zu Internetanbietern ist. Gehen wir also mal von einem realistischen Gewinnanteil von 6% aus.

Durch die MwSt-Änderung bekommt der Händler nun im Juli 3% zusätzlichen Gewinn geschenkt und muss im Januar 3% des Gewinns an das Finanzamt abführen. Bei einem Gewinnaufschlag von 6% auf den Verkaufspreis ergibt sich demnach im Juli eine +3%, also 9% und im Januar 2021 eine -3% als verbleibende 3%.
Dadurch ergibt ist für den Händler aus dem Ein- und Verkauf erstmal weder Vor- noch Nachteil - Es bleiben aber viel Arbeit und Kosten für die beiden Umstellungen, die natürlich auf jemand (der Endverbraucher!) zahlen muss.
Aber mit der Maßnahme wurde eine finanzielle Verschiebung in die Zukunft erreicht., womit der Staat weiß, dass er im Januar 2021 ein höheres MwSt.-Aufkommen haben wird als normal.


Das Problem für den Händler liegt im Lagerbestand, der zur Weihnachtszeit üblicherweise höher ist als in den Sommermonaten. Jetzt zu Cororna-Zeiten sind die Lager zusätzlich reduziert worden. Entweder durch Abverkauf oder weil Nachlieferungen ausblieben.
Der Geschäftsprozess des Händlers besteht aus dem Einkauf, bei dem er die MwSt. aus dem Einkaufpreis erstattet bekommt und dem Verkauf bei dem er die MwSt. aus dem Verkaufspreis bezahlen muss. Dazwischen liegt das Lager welches ohne MwSt. (Netto-Warenwert) geführt wird.

Damit werden für alle Lagerwaren, die vor dem 1.7. schon am Lager waren 3% MwSt. geschenkt, ebenso wie ab Januar 2021 für alle Waren die vor dem 1.1.2021 am Lager waren 3% mehr MwSt. an das Finanzamt zu zahlen sind.
Die 3% mehr, die der Händler im Sommer 2020 nun hat, werden durch den geringen Lagerbestand nicht viel sein und im Tagesgeschäft/Sommerloch als kleine Unterstützung dienen können. Dem gegenüber steht ein großer Lagerbestand aus dem Herbst/Weihnachtsgeschäft, für den ab Januar 2021 ein großer Teil des Gewinns verwendet werden muss.

Die gezielte Verschiebung des Steueraufkommens des Staates, um 6 Monate in die Zukunft, entspricht damit einer Schwächung der Wirtschaft in de Zeit danach. Die Sieger aus diesem Spiel ist die Großindustrie, die mit Just-In-Time keine Lager hat - Die Verlierer sind die Händler und Ladengeschäfte... und letztlich der private Endverbraucher.

ich hoffe du verstehst nun die Zusammenhänge etwas besser..?
Ansonsten sag einfach wo du hängen bleibst.


Wenn man die MwSt.-Änderung als gesamtes Paket betrachtet, erkennt man klare Gewinner (Großindustrie/Konzerne, Finanzsektor, EDV-Unternehmen) und klare Verlierer (Händler, Ladengeschäfte, Privatpersonen).
Abstrakt betrachtet ergibt ich daraus eine Verschiebung des Kapitals von unten nach oben. Wenn man dabei jetzt noch die Gewinneinbußen von 30-50% bei unserem Beispielhändler sieht ist das Verschiebungspotential gewaltig. Denn der Gewinn des Händlers entspricht ja in etwa einem Bruttoarbeitslohn eines Arbeitnehmers.
Diese, wenn hier auch nur sehr einfach skizierten Finanzvorgänge, sind Basic's in der Finanzwelt!
Da eine Regierung nichts ohne Grund macht, muss also die Schwächung der mittleren und kleinen Betriebe beabsichtigt sein, ebenso wie die Stärkung der Großindustrie/Konzerne. Über die weiteren Hintergründe kann man viel spekulieren, doch wie gesagt, war die MwSt-Änderung bereits im Frühjahr absehbar..

Schöne Grüße
Felis
 

Die Waldfee

Active member
Der Nettopreis hat sich durch die MwSt.-Änderung nicht verändert, das ist richtig.
Schön, dass du das schon mal verstanden hast.

Einstein hat einmal gesagt:
"Wenn du eine schwierige Sache nicht einfach erklären kannst,
dann hast du sie selber nicht verstanden"
.

Das sehe ich bei dir leider gegeben.

Für das Folgende:
Unter Händler verstehe ich jetzt Händler mit Vorsteuerabzugsberechtigung,
und das sind die allermeisten Händler.

Damit zahlt der Händler nur MwSt. auf den Verkaufsaufschlag!
Ein Händler zahlt keine MwSt. auf seine Handelsware.
Die bekommt er, wie du oben aber auch schon erkannt hast, zeitnah erstattet,
genau so wie er vom Kunden kassierte USt. zeitnah abführen muss.
USt. / MwSt / Vorsteuer (ist für unsere Betrachtung das Selbe) läuft beim
Händler durch, egal wie hoch.


Bei der MwSt.-Änderung von 19% auf 16% verschiebt sich diese Rechnung zu Gunsten des Händlers.
NEIN.
Das tut es nur, wenn der Händler bei USt. - Verringerung gleichzeitig seine Nettopreise erhöht
und damit seine Bruttopreise gleichhält, trotz geringerer abgeführter USt.
Lässt er jedoch seinen Nettopreise gleich, so zahlt der Kunde weniger Brutto,
der Händler hat genau den selben Gewinn,
aber der Fiskus nimmt weniger ein.
und so war die Mehrwertsteuersenkung auch gedacht, nur leider viel zu kurz gegriffen.

Er bekam im Juni für den Einkauf 19% MwSt. erstattet , muss nun aber nur 16% aus dem Verkaufserlös an das Finanzamt abführen.
Dier Händler bekommt als für alle Waren, die er am Lager hat und ab dem 1.7. verkauft, 3% vom Finanzamt geschenkt.
Völliger Blödsinn. 🤪
Du geht's davon aus, dass der Händler seine Nettopreise erhöht.
Also bekommt er für dieselbe Ware mehr Geld vom Kunden.
Keinesfalls bekommt er was von FA geschenkt.
Und schon garnicht 3%.


Beim Rückwechsel, also von 16% zurück auf 19% passiert das umgekehrte und der Händler muss beim Verkauf 3% mehr bezahlen, als er beim Einkauf erstattet bekommen hat.
Der Händler hat nur weniger Gewinn, wenn er bei USt. - Erhöhung gleichzeitig seine Nettopreise verringert
und damit seine Bruttopreise gleichhält, trotz höherer abgeführter USt.
Lässt er jedoch seinen Nettopreise gleich, so zahlt der Kunde mehr Brutto,
der Händler hat dann genau den selben Gewinn,
aber der Fiskus nimmt mehr ein.

Soweit die steuerliche Betrachtung..
Nein, nein, nein, nein, mein Lieber.

… [blabla] ...
Durch die MwSt-Änderung bekommt der Händler nun im Juli 3% zusätzlichen Gewinn geschenkt und muss im Januar 3% des Gewinns an das Finanzamt abführen. Bei einem Gewinnaufschlag von 6% auf den Verkaufspreis ergibt sich demnach im Juli eine +3%, also 9% und im Januar 2021 eine -3% als verbleibende 3%.
Auf deinen Quatsch mit "geschenkt" bin ich ja schon oben eingegangen....

Meinst du dass:
Beispiel:
Ein Artikel für Brutto 119.- Euro mit 19% USt. kostet nach der Senkung der USt. auf 16% noch 116.- Euro Brutto.
Preissenkung beträgt 2,5 %.
Jetzt wird die USt. von 16% wieder auf 19% erhöht,
Preissteigerung beträgt 2,6%. ABER vom geringeren Nettopreis.


Dadurch ergibt ist für den Händler aus dem Ein- und Verkauf erstmal weder Vor- noch Nachteil - Es bleiben aber viel Arbeit und Kosten für die beiden Umstellungen, die natürlich auf jemand (der Endverbraucher!) zahlen muss.
DAS ist das einzig Richtige in deinem kakofonisch anmutenden Erguss.

ich hoffe du verstehst nun die Zusammenhänge etwas besser..?
Da du selber die Zusammenhänge nicht verstehst, wie willst du die dann anderen nahebringen?

Diese, wenn hier auch nur sehr einfach skizierten Finanzvorgänge, sind Basic's in der Finanzwelt!
Deine Ausführungen sind Quatsch, keine "Basic's".
Zu deiner Unwissenehit kommt Überheblichkeit,
so was find ich ja nicht so toll.


Fee.
 

Felis

Member
Nee, nee Waldfee...

Ein Händler zahlt keine MwSt. auf seine Handelsware.
Das so nicht richtig!

Der Händler bekommt beim Einkauf die MwSt. erstattet und führt die beim Verkauf die für den Staat kassierte MwSt. wieder an des Finanzamt ab.
Für den Unterschied zwischen Ein- und Verkaufspreis zahlt der Händler sehr wohl die MwSt.,!

Einkauf 119€ = 100€ Warenwert + 19€ MwSt.
Verkauf 150€ = 100€ Warenwert + Aufschläge 26,05€ + 23,95€ MwSt.

Die Differenz aus 23,95€ - 19€ = 4,95 € ist die MwSt. die der Händler auf die Aufschläge selbst zu tragen hat.

Für die Auswirkungen der MwSt.-Änderungen bin ich von einem gleichbleibenden Netto Warenwert ausgegangen. Da die MwSt.-Änderung für einen deutschen Händler, dessen Großteil an Waren zumeist nicht direkt aus Deutschland kommt, muss auch aus dessen Sicht betrachtet. Eine diesbezügliche Waren-Nettopreisänderung seiner Vorlieferanten braucht dieser auch nicht befürchten.
Du wirfst hier so viel (Brutto, Netto, Steuern,..) durcheinander, dass es schwer ist noch einen Faden zu erkennen - Sorry!

Auch wenn meine Firma wegen des Museums für mich etwas im Hintergrund läuft, stecke ich immer noch tief im Tagesgeschäft des Handelsunternehmens
Wenn du etwas nicht verstehst oder anders siehst können wir gerne darüber reden, aber versuch nicht einem Dipl.- Betriebswirt mit fast 30 Jahren in der Selbständigkeit das Mehrwertsteuersystem zu erklären...

Gruß Felis
 
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Die Waldfee

Active member
Für den Unterschied zwischen Ein- und Verkaufspreis zahlt der Händler sehr wohl die MwSt.,!
Die zahlt der KUNDE, nicht der Händler!

Wenn du etwas nicht verstehst oder anders siehst können wir gerne darüber reden, aber versuch nicht einem Dipl.- Betriebswirt mit fast 30 Jahren in der Selbständigkeit das Mehrwertsteuersystem zu erklären...


Die Differenz aus 23,95€ - 19€ = 4,95 € ist die MwSt. die der Händler auf die Aufschläge selbst zu tragen hat.
Die Bemessungsgrundlage ist doch NETTO, nicht BRUTTO!

Wenn du etwas nicht verstehst oder anders siehst können wir gerne darüber reden, aber versuch nicht einem Dipl.- Betriebswirt mit fast 30 Jahren in der Selbständigkeit das Mehrwertsteuersystem zu erklären...
Ein wirklicher Fachmann prahlt nicht mit seinem Wissen sondern beweist es.

Ein schöner Beweis wäre,
wenn du mal eine korrekte Berechnung aufführen würdest und darin eindeutig die
Anteile von Netto, Brutto, USt. auflistest.
 
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Felis

Member
Ein schöner Beweis wäre,
wenn du mal eine korrekte Berechnung aufführen würdest und darin eindeutig die
Anteile von Netto, Brutto, USt. auflistest.
Nachdem die Forensoftware irgendwie keine Formatierungen mag, eben als JPG..

Hoffe dieser Teil ist verständlich.

Gruss Felis


Unbenannt.JPGPreview 1.JPGPreview 2.JPG
 
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Die Waldfee

Active member
Nachdem die Forensoftware irgendwie keine Formatierungen mag, eben als JPG..
Danke, dass du dir die Mühe gemacht hast.
Zum Formatieren, da hilft es, als Abstandshalter nicht die SPACE - Taste (Leertaste, Duplotaste)
zu benutzen, sondern den Punkt .

Beispiel:
......................................................................für MwSt. 19%.................für MwSt. 16%
Einkaufswert = Lagerwert = ..............1382,00 € ............................1382,00€
+ MwSt. (Vorsteuer)................................... 262,58 € ...............................221,12 €
Zahlbetrag an den GH............................ 1644,25 €............................ 1603,12 €

Nicht schön, geht aber zur Not.

So, hier liegt dein Fehler:

Preview 22.JPG

Diese virtuell - imaginäre "Differenz" darfst du da nicht abziehen!
Das ist ein ganz grober Fauxpas!

Hierfür muss der Einzelhändler MwSt. an das Finanzamt bezahlen, weil er ja auch eine Leistung erbracht und dafür Geld genommen hat.
Nochmal: Diese MwSt. bezahlt der KUNDE, nicht der Händler!!!
Der Händler FÜHRT diese MwSt., die der Kunde bezahlt hat, 1:1 an das FA ab!!

Mit fiskalem Gruß,

Fee.
 
Zuletzt bearbeitet:

Felis

Member
Guten Morgen Fee,

ja, das mit den Punkten wäre eine Idee gewesen.. Danke für den Tipp!

Diese virtuell - imaginäre "Differenz" darfst du da nicht abziehen!
Das ist ein ganz grober Fauxpas!
Dies ist keine imaginäre Differenz, sondern die USt. auf die vom Einzelhändler erbrachte und an den Endkunden berechnete Leistung.
Aber bei der Rechnung hast recht , da hat Excel die Tabelle und den Text komplett zerlegt, womit Unsinn rauskam.... kam wohl vom zigmal hin und her kopieren wegen der Formatierung und ich war irgendwann auch etwas genervt von der Forensoftware.
In der ersten Tabelle hatte sich auch schon ein kleiner Fehler..


Also nochmal zu Fuß und ohne Excel.... (y)

Diese statische Berechnung betrifft natürlich nur die Waren, die vor dem jeweiligen Umstellungstermin ans Lager des Einzelhändlers kamen und erst danach weiterverkauft werden.
Bedingt durch dien Jahreszyklus: Sommerflaute -> geringer Lagerbestand und Weihnachtsgeschäft -> hoher Lagerbestand, wird die Verschiebung aber weitaus höher ausfallen. Hierzu muss auch beachtet werden, dass im Zuge von Cororna sehr viele Lieferungen vom Frühjahr, auf Liefertermine im Herbst vershoben werden mussten.

Mit der MwSt.-Änderung entstehen die zwei Fälle 19% zu 16% (1.7.) und 16% zu 19% (31.12.)

.....................................................................Im Fall 19% zu 16 %..............................Im Fall 16 % zu 19 %.................................bei gleichbleibender MwSt. (19%)
......................................................................................................................................................................................................................................(nur zum Vergleich)

Einkaufswert = Lagerwert...........................1382.00 €......................................................1382,00 €....................................................................1382,00 €
+ MwSt. 19 % (Vorsteuer).............................262,58 €.........................................................221,12 €.......................................................................262,58 €
Zahlbetrag an den GH..................................1644,58 €......................................................1603,12 €.....................................................................1644,58 €

Lagerwert.................................................................................................1382,00 €
+ Eigenkosten des Einzelhändlers.......................................................18,00 €
+ Gewinnaufschlag 5%............................................................................69,00 €
= Verkaufsnettopreis...........................................................................1469,00 €
+ MwSt. 16% (Umsatzsteuer).........................235,04 €.........................................................279,11 €.....................................................................279,11 €
=Bruttopreis für den Endkunden................1704,04 €......................................................1748,11 €...................................................................1748,11 €
Bruttoerlös aus dem Ein- und Verkauf...........59,46 €..........................................................144,99 €....................................................................103,53 €

Differenz aus Vost. - USt...................................+27,54 €.........................................................-57,99 €.....................................................................+16,53 €


Das bedeutet, dass der Einzelhändler bei gleicher Kalkulation zum 1.7., aus dem MwSt-Reduzierung einen Mehrerlös aus dem Verkauf aus dem Warenbestand erwirtschaftet. Er hatte ursprünglich 19% Vorsteuer erstattet bekommen und muss nun nur 16% USt. an das Finanzamt abführen. Im Beispiel wären dies ein steuerseitiger Mehrerlös 27,54 €. Da die Verteilung mathematisch asynchron ist, wird bei der Rückstellung der MwSt. von 16% auf 19% zum 31.12., die Differenz 57,99 € zu Ungunsten des Einzelhändlers betragen!
Dies setzt selbstverständlich eine unveränderte Kalkulation des Einzelhändlers voraus.

Du hast natürlich Recht, dass am Ende der Endverbraucher die Differenz zahlt - Das ist immer so, da dieser als Verwender letztlich mit seiner Arbeitsleistung für die Waren bezahlt (eben Verbraucher) und alle Kosten zum Ende durchgereicht werden. Aber dies ist ohnehin ein gewagter Vergleich, zwischen einer statischen Berechnung und dem dynamischen Verhalten des Endverbrauchers.
Eine unveränderte Kalkulation des Einzelhändlers wäre unlogisch, da dieser auch versuchen muss die Kosten aus der Umstellung weiterzugeben.

Am Ende wird der Staat, auf das Beispiel bezogen, heute 27,54 € "investiert" haben, um zum Jahresende 57,99 € zu erhalten.
Hinzukommen selbstverständlich die staatlichen Mehreinnahmen aus den Leistungen von EDV-Unternehmen und anderen Dienstleistern, die mit den Umstellungen und Folgearbeiten beauftragt wurden. Sowie die nicht geringen Kosten des Einzelhändlers für die internen Umstellungsarbeiten.
Alle diese Kosten werden bezahlt werden müssen, was sich in höheren Preisen niederschlagen wird.

Alles weitere siehe mein Beitrag #27..
Die zeitlich begrenzte MwSt.-Änderung ist nichts anderes als eine Verschiebung des Steueraufkommen um 6 Monate und eine Mehrbelastung für die Endverbraucher und kleineren Unternehmen, während Großunternehmen/Konzerne begünstigt werden.

Gruss Felis
 

Die Waldfee

Active member
Heil dir, Felis,

Das bedeutet, dass der Einzelhändler bei gleicher Kalkulation zum 1.7., aus dem MwSt-Reduzierung einen Mehrerlös aus dem Verkauf aus dem Warenbestand erwirtschaftet.
Das ist, so wir du es beschreibst, falsch.

Der Händler hat durch die Ust. Senkung nur dann einen Mehrerlös, wenn er gleichzeitig seine NETTOpreise erhöht,
so dass der von Käufer zu bezahlende BRUTTOpreis z.B. gleich bleibt.
In dem Fall hätte dann der Händler den MwSt. Vorteil für sich behalten.
Der Mehrgewinn resultiert dann aber aus der Erhöhung des Nettopreises!

Lässt der Händler seine NETTOpreise gleich, wie z.B. unser Forensponsor, dann sinken die BRUTTOpreise,
und der Käufer geniesst den Vorteil der MwSt. Senkung.
Der Händler hat dann den gleichen Gewinn wie zuvor.

Wird die Ust. wieder erhöht, so funktioniert dass ganze dann anders herum.

Im Beispiel wären dies ein steuerseitiger Mehrerlös 27,54 €.
Deine 27,54 Euro sind kein Erlös und kein Gewinn.
Die haben in der kaufmännischen Berechnung nirgendwo etwas verloren.
Einzig das FA nimmt diese als weniger Vorsteuer ein, die es sich später aber schon wiederholen wird.

Alle diese Kosten werden bezahlt werden müssen, was sich in höheren Preisen niederschlagen wird.
Auch auf die Gefahr hin dass ich mich wiederhole,
mit dieser Aussage hast du des Pudels Kern getroffen.

Die temporäre Mehrwersteuersenkung ist eine merkelsche Nebelkerze.
Viel zu wenig, viel zu kurz.

Langsam ermüdend,

Fee.
 

Felis

Member
Heureka..!!!
Jetzt hab ich endlcih verstanden wo ich dich in meiner Erläuterung "verloren" habe.

Lässt der Händler seine NETTOpreise gleich, wie z.B. unser Forensponsor, dann sinken die BRUTTOpreise,
und der Käufer geniesst den Vorteil der MwSt. Senkung.
Der Händler hat dann den gleichen Gewinn wie zuvor.
Das der "Gewinn", korrekterweise Roherlös, für den Einzelhändler wertmäßig gleich bleibt, ist vollkommen korrekt!
Solange der Einzelhändler die Kalkulation unverändert lässt, muss der "Gewinn" auch unverändert bleiben. Der "Gewinn" entsteht immer aus Anteilen des Warenwertes und der MwSt., weil auch die Aufschläge mit USt. belastet werden. So werden unter normalen Bedingungen aus einem Bruttoerlös von 103,53 €, nach USt.-Abzug wieder die ursprünglich kalkulierten 87,00 €, bzw. 18,00 € Eigenkosten- und 69,00 € Gewinnaufschlag..

Wenn du die Veränderung des Bruttoerlöses um die Differenz der MwSt. korrigierst, kommst du immer wieder auf die 87,00 € Aufschläge.

Bruttoerlös aus dem Ein- und Verkauf...........59,46 €..........................................................144,99 €....................................................................103,53 €
Differenz aus Vost. - USt...................................+27,54 €.........................................................-57,99 €.....................................................................+16,53 €
........................................................................................87,00 €...........................................................87,00 €........................................................................87,00 €

Von daher sind die 27,54 € ebenso als anteiliger Erlös aus der MwSt. zu betrachten, wie die -57,99 € als anteiliger Verlust.
Ohne MwSt.-Änderung ist die verbleibende vom Einzelhändler an das Finanzamt zu zahlende USt., die Steuer welche aus den Aufschlägen resultiert.
Sie rechte Spalte: 87,00 € zuzügl. 19% USt. (16,53 €) enstpricht dem Bruttoerlös von 103,53 €.
Nur bei Warenbeständen, die die Veränderung im Besitz (Lagerbestand) des Einzelhändlers durchlaufen, wird der Bruttoerlös durch die MwSt. ausgeglichen.

"Die haben in der kaufmännischen Berechnung nirgendwo etwas verloren. "
Damit hast du unter normalen Bedingen recht, weil sich bei gleichem VoSt. und USt.-Satz die Posten gegenseitig, bis auf den aus den Aufschlägen resultierenden Betrag, aufheben (Durchlaufender Posten). Aber eben nicht für die Lagerbestände, die während eines MwSt.-Wechsels die Veränderung im Lager des Einzelhändlers befinden. In diesem Fall bilden Anteile der MwSt. einen Korrekturbetrag für den durch die Änderung veränderten Bruttoerlös. - Der Roherlös für den Einzelhändler bleibt dadurch konstant bei 87,00 €.

"Einzig das FA nimmt diese als weniger Vorsteuer ein, die es sich später aber schon wiederholen wird."
Es ist nur eine zeitliche Verschiebung, bei der im Mittel und auf diese Rechnung bezogen. keine Steuereinbußen für den Staat entstehen.
Ohne MwSt.-Änderung liegt die MwSt.-Differenz basierend aus den Aufschlägen, bei einem Satz von 19%, bei 16,53 € (bzw. 13,92 € bei 16% ). Also einem mathematischen Mittel von +15,22 € - bzw,. der Mitte zwischen +27,54 € und -57,99 €.
Auf diese eine Rechnung bezogen entsteht also gar kein Verlust oder Mehrerlös.

Aber auf Grund der variablen Lagerbestände (Sommer - Winter) und die Nebenkosten aus den Umstellungen, in der gesamten Wirtschaft eben schon.
Und dabei wird der Staat insgesamt gesehen, mit dem Rückwechsel wesentlich mehr Steuereinnahmen generieren, als er durch die heutige Senkung Verluste einfährt.

"Die temporäre Mehrwersteuersenkung ist eine merkelsche Nebelkerze. - Viel zu wenig, viel zu kurz."
Die Höhe der MwSt.-Senkung verändert nichts und die Länge ist nur das Maß für den Zeitraum der Verschiebung in die Zukunft.
Einen Nutzen für den betrachteter kleiner Einzelhändler kommt niemals zustande und ich glaube nicht dass diese seine Unkosten überhaupt weitergeben kann. Der Endverbraucher profitiert erst, wenn durch die Senkung ALLE! Kosten aus der Umstellung gedeckt werden... Also die Senkung höher als die dadurch verursachten Kosten, in der gesamten Schöpfungskette wären. - Doch dies war sicher niemals beabsichtigt!

Die Höhe (3%) und der Zeitraum (6 Monate) führen aber nur zu einer Vermögensumverteilung von "unten nach oben".
Ob die MwSt. im Dezember 2020 überhaupt wieder auf 19% angehoben werden kann, ohne dass dann der Konsum zusammenbricht, steht auf einem ganz andern Blatt....

Gruss Felis
 

Die Waldfee

Active member
Hallo liebe Steuerzahler,

ich erinnere mich noch an die Mehrwertsteuer im Jahre 2005, der großen "Koalition" CDU (erste Märkelperiode) und SPD
(Schröder war abgewatscht worden, die alte Sozisau).

Die MwSt war 13%.

CDU: Wir wollen die Mehrwertsteuer auf 16% erhöhen.
SPD: Wir wollen die Mehrwertsteuer nicht erhöhen.

Was kam in den "Koalitionsverhandlungen" dann raus?

Die Mehrwertsteuer wurde auf 19% erhöht.

Und ist damit mit die Höchste in Europa (oder gar weltweit).

Was machen die mit all dem Geld?
Nur Schnapps und Nutten geht nicht, da muss doch noch was übrig bleiben.

F.
 
Zuletzt bearbeitet:

Felis

Member
Moin Waldfee,

Schlechten Tag heute..?? - Warum so übel gelaunt..??

Die 19% MwSt. in Deutschland sind im unteren Durchschnitt auf Europa gesehen.
Kannst du HIER selbst nachlesen.

Im Übrigen macht die Umsatzsteuer weniger als 1/4 der deutschen Steuereinnahmen aus -> Wiki

Die Sinnhaftigkeit der Verwendung der Steuereinnahmen ist eine andere Sache...
Wobei es sowohl national, als auch global wichtigere Problem gibt, als wofür die Regierung das Geld verwendet!

Meine Meinung.

Gruss Felis
 
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