• Hallo - ab sofort gibt es hier eine neue Forensoftware - und die Registrierung klappt auch wieder. Die Installation ist frisch - daher seht mir nach, wenn noch nicht alles funktioniert und vielleicht manches noch fehlt. Das wird noch :) Gruß Markus Admin

Unterschiede bei Verwendung diverser Materialien für Drahtantennen.

Bernhard

Member
Moin!

Heute wurde in einer Funkrunde wieder mal ein altes Thema aufgebacken.
Es ging um Unterschiede diverser Materialien für Drahtantennen hinsichtlich ihrer Leitfähigkeit.
Also Stahl-, Bronze- oder Kupferlitze.
Es wurden da auch schon mal Messungen über die Bodenwelle durchgeführt, die allerdings zum Teil zu kontroversen Ergebnissen führten.
Hat jemand diesbezüglich schon mal eigene Erfahrungen gemacht?
Danke vorab!

73 - Bernhard.
 

Die Waldfee

Active member
Kupfer ist die beste Wahl, da beste Leitfähigkeit und damit geringsten ohmsche Verluste.
Ich will ja keinen Dummy aufheizen.

Alu ist angebracht, wenn Kupfer zu schwer würde. (langer Langdraht).
Dann aber größeren Querschnitt wählen wg. höherem spez. Widerstand.

Stahl- und Bronze?
IMHO ungeeignet.
Edelstahl kann aber unter Sonderbedingungen (agressive Atmosphäre, Seeluft ect.) notwendig werden.
 

Wasserbueffel

Administrator
Teammitglied
Kommt auf die Länge der Konstruktion an....
Dann ist man gezwungen das schlechter leitfähige Material zu nehmen....

Bei Antennen kann man das vernachlässigen,da dort meist Bronze Legierungen in Verbindung mit Stahllitze verwendet wird...

Wichtiger ist das Material beim Bau von Tunern oder Preselektoren oder sog PI Filter.
Dann ist es nicht ganz unwichtig ob man Kupferlack oder sogar versilbert oder anderweitige Litze(draht) nimmt.
Das wirkt sich enorm auf die elektrischen Eigenschaften aus.
Das weis Jeder der schon mal Spulen gewickelt hat...

Walter
 

Bernhard

Member
Danke Waldfee und Walter!
Die Sache mit den Leitwerten ist mir wohl bekannt - ich dachte da mehr an persönliche Erfahrungen.
Vor etlichen Jahren hat DJ8JJ (sk) in seiner NRW-Runde auf 3755 kHz Versuche mit seinem Dipol aus V2A-Litze durchgeführt, diese dann wohl durch anderes Material ersetzt.
Er speiste die Antenne mit Zweidrahtleitung über einen Koppler, bei dem er die Antennenströme beider Schenkel messen konnte.
Man hat da auch Messungen der Feldstärke über die Bodenwelle gemacht, welche aber unterschiedliche Ergebnisse lieferten.
Jetzt ist das Thema in einer CB-Runde im Rhein-Main-Gebiet wieder aufgetaucht.
Bei den doch relativ kurzen Antennen im CB-Funk dürfte der mechanische Auszug eines Drahtes keine Rolle spielen - also wäre Stahllitze nicht notwendig. Änderungen des Antennenstromes bei anderen Materialien könnten interessant sein .... aber man kann auch mit einem Reibekuchen Wind machen.

73 - Bernhard.
 

Die Waldfee

Active member
Er speiste die Antenne mit Zweidrahtleitung über einen Koppler, bei dem er die Antennenströme beider Schenkel messen konnte.
Hallo Bernhard,

Ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster und behaupte, dass die Stromaufteilung in den Schenkeln unabhängig davon ist, ob (nichtmagnetischer) V2A, Kupfer oder Aludraht genommen wird, solange der mech. Aufbau immer genau gleich ist.

Gruß,
die Waldfee.
 

Bernhard

Member
Hallo Waldfee,
das ist schon richtig, was Du da schreibst.
Aber Werner (DJ8JJ) hatte damals diesen symetrischen Koppler und hat damit Versuche angestellt. So hat er z.B. damit Unsymetrien des Dipols kompensiert, welche durch das nähere Umfeld entstanden sind. Also Gebäude und Bäume. Er konnte damit exakt gleiche Ströme auf beiden Dipolhälften erreichen.
Auch hat er ihn für seine Versuche hinsichtlich des Antennendrahtes verwendet - bis er dann bei Cu-Litze gelandet war.
Das Teil war 4 mal so groß wie sein IC-7700, hatte 3 runde Instrumente, 2 Rollspulen mit Zählwerken und 4 oder 5 Drehkos mit Skalen.
Und richtig - das Ding kam aus RUS.

Gruß, Bernhard.
 

Die Waldfee

Active member
Und richtig - das Ding kam aus RUS.
Hallo Bernhard,

Das Gerät wurde sicherlich schon erfolgreich in Tschernobyl eingesetzt. :)
Ein Bild hast du nicht davon?

Zum Versuchsuchsaufbau:
Wenn damit die lokalen Besonderheiten kompensiert wurden, muss das natürlich nicht unbedingt auf den universell geeigneten Werkstoff für Drahtantennen schliessen lassen, auch wenn meine Angabe (Cu) bestätigt wurde.

Sowas zu machen ist natürlich interessant.
Hat sich aber (außer der Erkenntnisgewinnung) der Aufwand in Form einer höheren Reichweite / Empfindlichkeit gelohnt?

Gruß,
die Waldfee.
 

Bernhard

Member
Hallo Waldfee,
nein, Bild habe ich keins davon. Ich habe das Teil nur mal gesehen, als ich Werner mal in Essen besucht habe.
Einige Jahre her, Werner ist auch schon paar Jahre "sk".
Ich vermute mal, der Koppler war von "Soviet Army". Gruselige graugrüne Lackierung des Gehäuses, wie aufgerollt.
Im www. gibt es einige Bilder und Seiten über russische militärische Funktechnik. Bin zufällig mal darauf gestossen.
Die Feldstärketests
über Bodenwelle in der Runde brachten kein einheitliches Ergebnis, ebensowenig wie bei Rx.
Allerdings waren bei Cu-Litze die Antennenströme geringfügig höher, wenige mA - und der OM war zufrieden.

Mir ist die Sache wieder eingefallen, weil jetzt die Sache mit den unterschiedlichen Werkstoffen wieder mal diskutiert wurde.

Gruß, Bernhard.
 
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