• Hallo - ab sofort gibt es hier eine neue Forensoftware - und die Registrierung klappt auch wieder. Die Installation ist frisch - daher seht mir nach, wenn noch nicht alles funktioniert und vielleicht manches noch fehlt. Das wird noch :) Gruß Markus Admin

Kleiner Überblick über die NAGOYA NL-770S (144/430 MHz) Dualbandantenne (für Magnetfuß)

Die Waldfee

Active member
Hallo liebe Freunde der drahtlosen Kommunikation.

erneut möchte ich einen kurzen Überblick über eine sehr preisgünstige Magnetfußantenne
zum Besten geben.

Diesmal habe ich eine NAGOYA NL-770S (144/430 MHz) durch die Natur kutschiert.

Was mir zunächst auffiel, ist der doch etwas seltsame Aufbau dieser Dualbandantenne (2m/70cm).
(dazu noch eine Frage von mir am Schluss...)

Die ganze Antenne ist aus einem 3mm und einem 4mm starken verchromten Edelstahlstab gefertigt.
Die einzelnen Stäbe werden über eine, aus dem gleichen Material bestehenden, Schlaufe verbunden.
Die einzelnen Teile werden mit Madenschrauben zusammengeschraubt.
Mit der Aufnahme, aber ohne Magnetfuß, ist die Antenne ca. 450mm lang.

Die Mittelspule ist, wie gesagt, als harte Stahlschlaufe ausgeführt.
Die ganze Antenne ist dadurch sehr unflexibel, wie ein ca. 4mm dicker Stahlstab nun mal ist.
Es ist nicht empfehlenswert, damit an der Parkhausdecke oder dem Garagentor zu kratzen.

Das Teil macht, dem geringen Preis zum Trotz, durchaus einen hochwertigen,
sauber verarbeiteten Eindruck. So wie man es von NAGOYA erwarten kann.
Es empfiehlt sich, die Madenschrauben, insb, wenn die Antenne noch neu ist,
gelegentlich nachzuziehen. Vielleicht nimmt man auch etwas Loctite zu Hilfe.

Der Verbinder ist UHF (=PL), so dass die Antenne auf jeden üblichen PL-Magnetfuß passt.

Das Stehwellenverhältnis lag bei meinen Messungen (mittig auf Autodach) bei 1.3 - 1.5,
also innerhalb der angegebenen Spezifikationen.
Eine Abgleichmöglichkeit ist (so wie ich das erkenne) nicht vorhanden.

Zur Leistung:
Ich habe weder die Instrumente noch spezielle Fachkenntnis um wissenschaftliche hochpräzise
Messungen durchzuführen.
Aber ich hatte die Gelegenheit, den Empfang mit bewährten 1/4L Monoband und Gummiwendelantennen
auf beiden Bänder zu vergleichen.

Erfreulicherweise kann die NL-770S im 2m und 70cm Band auch mit den Monobandantennen mithalten.
Es gab keine Empfangssituation, bei der die Nagoya besonders hervorgestochen oder zurückgefallen
wäre.
Ich hatte den Eindruck, dass in Bewegung der Empfang etwas kratzig wird.
Ob das dem starren Aufbau geschuldet ist?

Wenn ich mir die Verarbeitung und die gute Leistung auf beiden Bändern betrachte, ist die
Antenne für den Dualbandbetrieb durchaus empfehlenswert.
Mich persönlich stört die Verchromung, mir wäre eine schwarze Antenne lieber.

Jetzt meine Fragen, die ein kompetenter Mitleser sicher beantworten kann:

1.
Warum verschraubt man die einzelnen Stäbe und macht sie nicht aus einem einzigen
Stab, den man entsprechend biegt?
Gibt es vielleicht doch die Möglichkeit, durch unterschiedlichen Zusammenbau irgendeine
Art von Abgleich zu bewerkstelligen?

2.
Mal davon abgesehen, dass es auf Chrom nicht lange halten wird:
Kann man die Antenne lackieren, oder muss man dann davon ausgehen,
das sich die Leistung verschlechtert?

So,
zwei Bildchen zum Abschluss.


Nagoya_NL-770S.jpg




Nagoya_NL-770S_2.jpg

Eure alle Menschen doch liebende
Waldfee.
 

Wasserbueffel

Administrator
Teammitglied
Zu 1 weil es eine Duoband Antenne ist.
Sie wirkt auf jedem Band etwas anders.(In Abhängigkeit der Wellenlänge(Lambda)
Die Feineinstellung geht durch Längenänderung.
Also für 149 Mhz oberes Element etwas verkürzen.

Zu 2
Solange die elektrische Verbindung der Elemente noch vorhanden ist könnte man auch lackieren.
Loctite würde ich nicht nehmen.
Das wird der Sechskant der Madenschraube beim ersten Lösen nicht überleben.

Ps
Ich hatte die NR 770 von Diamond,war etwas länger.
Vorteil war das Knickgelenk unten,konnte man umlegen wenn es in die Garage oder Parkhaus ging.
Allerdings nur wenn man dran gedacht hat;-)
Ist mir auch schon mal passiert.,kostete einige Neonröhren...

Walter
 

Die Waldfee

Active member
Zu 1 weil es eine Duoband Antenne ist.
Thx Walter,
es gibt ja auch NICHTgeschraubte Duobandantennen:



Das die Spule dahin gehört ist mir schon klar, ich fragte mich aber, warum man aufwändig schraubt?
Ich hatte gedacht, da gäbe es noch einen zusätzlichen, speziellen Grund zu....

Ich hatte die NR 770 von Diamond,war etwas länger.
Vorteil war das Knickgelenk unten,konnte man umlegen wenn es in die Garage oder Parkhaus ging.
Allerdings nur wenn man dran gedacht hat;-)
Ist mir auch schon mal passiert.,kostete einige Neonröhren...
Hahaharrr,
da werden sich die Leute sicher gewundert haben als du da krachend, donnernd und klirrend sämtliche
Leuchtstofflampen von der Decke gerissen hast.... hahrharhar.....
🤣

Knickgelenk hat hat die NAGOYA nicht (oder nur einmal.... :) )

CU
F.
 

Wasserbueffel

Administrator
Teammitglied
Jede Duoband Antenne hat natürlich Anpassungsnetzwerke,ob es jetzt über Spulen oder Kondensatoren erfolgt.
Irgendwie muss das Gebilde ja in Resonanz kommen.
Jeder Hersteller macht das eben anders.
Es soll ja Leute geben die sowas nach Optik kaufen...

Die Schrauberei wird meist für die Frequenzanpassung genutzt.
Bei Duobandantennen nicht immer einfach.
Man bekommt Sie meist auf einen Bereich akzeptabel hin,anderer Bereich ist mehr Kompromiss.
Solange alles unter SWR 1.5 bis 2 bleibt kann man damit leben...

Ich persönlich nehme für 2 Meter meist Diamond und für 70cm eine Kathrein Antenne.
Nicht billig,aber nur gute Erfahrungen mit der SWR Einstellung.
Meist braucht man nichts zu ändern,auch was wert.

Ps
Wusste garnicht das Leuchstoffröhren explodieren können..
So hörte es sich jedenfalls an.

Walter
 

Die Waldfee

Active member
Die Schrauberei wird meist für die Frequenzanpassung genutzt.
Bei Duobandantennen nicht immer einfach.
Man bekommt Sie meist auf einen Bereich akzeptabel hin,anderer Bereich ist mehr Kompromiss.
Solange alles unter SWR 1.5 bis 2 bleibt kann man damit leben...
Also könnte man sich überlegen, die Antenne ggf. noch auf eigene Bedürfnisse anzupassen,
dank Schraubverbindung zw. oberem und unterem Element ja möglich.

Vielleicht sollte ich mir doch endlich mal einen Antennenanalysator anschaffen...

Solange die elektrische Verbindung der Elemente noch vorhanden ist könnte man auch lackieren.
Ich habe mir überlegt, schwarzen Schrumpfschlauch aufzuschrumpfen,
der würde auf Chrom ewig halten.


Wusste garnicht das Leuchstoffröhren explodieren können..
So hörte es sich jedenfalls an.
In einer Niederspannungs-Niederdruck Gasentladungslampe, vom einfachen Bürger
oft als "Neonröhre" bezeichnet, herrscht, wie der Name schon sagt, ein
Niederdruck. Daher implodieren die Röhren beim Zerbrechen.

Die Dämpfe sollte man übrigens nicht einatmen.

Vorsicht, die Glassplitter sind sehr fein und scharfkantig.


dWF.
 

Wasserbueffel

Administrator
Teammitglied
Schwarze Antenne im Dunkeln ist nix.
Da stech ich mir die Augen aus....

Ps Ich war zu schnell für die Dämpfe und Glassplitter...

Walter
 

Die Waldfee

Active member
Die Feineinstellung geht durch Längenänderung.
Also für 149 Mhz oberes Element etwas verkürzen.
Hallo Walter,

echt guter Tip.
8 mm Verkürzung der oberen Stange bringt auf 149 MHz ungefähr 1dB, in etwa 15% mehr Reichweite.

Der Stahlstab lässt sich bequem mit einem Dremel abflexen.
Am besten das untere Ende vom oberen Stabe, damit die Kappe nicht verloren geht..

Gelegentlich werde ich noch eruieren, ob sich diese Verkürzung auf dem PMR - Bereich bemerkbar macht.

F.
 
Oben