• Hallo - ab sofort gibt es hier eine neue Forensoftware - und die Registrierung klappt auch wieder. Die Installation ist frisch - daher seht mir nach, wenn noch nicht alles funktioniert und vielleicht manches noch fehlt. Das wird noch :) Gruß Markus Admin

Funkbetrieb

Bernhard

Member
Moin!
Angeregt durch einen Bekannten möchte ich hier mal folgende Frage in den Raum stellen:
Welche Konversationskultur und soziale Kompetenz sollte jemand mitbringen, der als Hobby Funk betreibt?
Damit meine ich lis.OMs ebenso wie CB-Funker.

Seit geraumer Zeit ist mir das sonderbare Gebaren auf diversen Funkrunden aufgefallen, auf KW, Relais und CB-Funk.
Heute Abend hat mich ein Bekannter, der auch manchmal Funk hört, diesbezüglich gefragt.

Es wäre interessant, Eure Ansichten dazu zu lesen.

Gruß, Bernhard.
 

Prof.Dr.M

Member
Hallo Bernhard

Nun ich denke mal es ist wie überall (in Internetforen aber auch real), wenn man sich einfach fair, vernünftig und anderen gegenüber tolerant benimmt ist man auf richtigen Seite.
Dann kann man über (fast) jedes Thema in Ruhe reden.
Natürlich gehört beim Funken auch etwas "Disziplin" dazu, also nicht nur selbst so viel reden, sondern auch den anderen zuhören - aber das ist ja beim Telefonieren ähnlich, nur dass beim Funk eben etwas mehr Menschen zuhören können.
 

Die Waldfee

Active member
Hallo Bernhard

Nun ich denke mal es ist wie überall (in Internetforen aber auch real), wenn man sich einfach fair, vernünftig und anderen gegenüber tolerant benimmt ist man auf richtigen Seite.
Dann kann man über (fast) jedes Thema in Ruhe reden.
Natürlich gehört beim Funken auch etwas "Disziplin" dazu, also nicht nur selbst so viel reden, sondern auch den anderen zuhören - aber das ist ja beim Telefonieren ähnlich, nur dass beim Funk eben etwas mehr Menschen zuhören können.
In meiner Umgebung, insb. auf Freenet, sind einige Funker unterwegs.
Die Runde beträgt ca. 5-7 Mann.
Normalerweise ist das gähnend langweilige Hauptthema, wie gut die neue Antenne spielt.

Seit einigen Wochen ist aber zu bemerken,
das Verschwörungstheorien, insb. zu C. und Einwanderung, immer mehr ein Schwerpunktthema werden.
Erstaunlicherweise werden diese meist schon als bewiesene Fakten betrachtet, was aber sicherlich nicht
für alle "Theorien" zutrifft, ich denke da mal an "Chemtrails".

Auch sehe ich, dass die "Funker" (Hobby, HAM, OM...) aussterben.
Es gibt viele Kinder und Jugendliche, die gerade zur Coronazeit zu Hause sitzen aus Langeweile
mit dem Funkgerät, aus dem Keller geholt oder neu gekauft, spielen.
Es gibt massig Betriebe / Fahrschulen, die auch PMR446 / FN als BF benutzen.
Es gibt aber so gut wie keine Hobbyfunker von jungem oder mittlerem Alter, die
das Funken noch als soziale Ausdrucksform und als Hobby verstehen.
Das Durchschnittsalter der regelmäßigen OMs liegt sicher deutlich über meinem Alter (57).
Daraus ergibt sich eine Eigenbrödlerschafft, die wenig über den eigenen Tellerrand hinaus sehen
kann oder will und vom Rest der Bevölkerung als eher sonderbar eingeschätzt wird.

Würde mich nicht wundern, wenn in 10-15 Jahren die Funkamateurprüfung eingestellt wird,
mangels Interesse.

Ich persönlich bin ich schon vor langer Zeit zu der Überzeugung gekommen,
dass es bei einigen Funkern nicht an "Konversationskultur und soziale Kompetenz" mangelt,
sondern am Intellekt.

Liebe Grüße,

Fee.
 

Felis

Member
Dass es im Funkbereich an Nachwuchs fehlt ist sicher vielen Ursachen geschuldet, Wobei die AFU-Gemeinde, meiner Meinung nach, hier einen großen Anteil durch ihre Zugangsbeschränkungen und Eigenbrödelei/Arroganz hat.
CB-Funk ist dagegen nach Ansicht vieler junger Menschen überholt und was für die Alten. - Also die die Corinna noch nicht dahingerafft hat!
Das das Handy/Internet hier viele Interessenten abzieht sehe ich dagegen nicht, denn wer sich für die Technik interessiert versucht sich trotzdem am klassischen Funk.

Das grundlegende Problem ist des technischen Interesses am Thema Funk, wird nicht zuletzt erst durch AFU-Aktivitäten vielfach zerstört wurde. Dies habe ich so oft von jungen Leuten gehört, denen danach die Lust vergangen ist!
Da wird zu vollmundig zu Schnupperrunden und Veranstaltungen eingeladen, um das Funkhobby jungen Menschen näher zu bringen. Doch wenn jemand Interesse zeigt, wird er mit Beschränkungen, Prüfungen, elitärem Gehabe und möglichen Strafen überschüttet, bis er aufgibt. Die heutigen Amateurfunker sind doch zum überwiegenden Teil nur noch Anwender wie CB- und Freenet-Funker auch. Der Bastler- und der Forschergeist ist doch schon lange vergangen. Dazu muss man doch nur auf die AFU-Flohmärkte schauen, was dort angeboten/verkauft wird und welches lizenzierte (Flach-)Publikum dort ist.
In meiner Jugend habe ich zu den Amateurfunkern, mit ihren Eigenbauten, Kenntnissen und Möglichkeiten aufgeschaut. Dies war sicher auch der Grund, warum ich nach der Schulzeit in die Elektrotechnik ging. Heute stellen mir die Nachkommen dieser damals angesehenen Gesellschaft Fragen, die Stoff der Ausbildung "Allgemeine Elektrotechnik" sind! Oder kommen mit Behauptungen zu mir, bei denen sich der alte Ohm im Graben dreht.
Heute existiert nichts mehr alten vom Glanz der 1980/90er Jahre..
Wozu also eine Lizenz? - Nur damit ich ein Gerät ohne CE-Zeichen und mit etwas höherer Leistung betrieben zu dürfen? 😂

Ich sehe die Entwicklung im gesamten Funkbereich ähnlich wie @Die Waldfee. Die klassische Funktechnik wird über die nächsten Jahre noch dahin siechen, bis diese weitgehend verschwindet. Die Alten wenden dem Hobby den Rücken zu, oder sterben weg und die Jungen sind viel zu wenige.
Wobei diese Entwicklung auch aus staatlicher Sicht nicht unerwünscht sein dürfte.

Und über was, außer "wie gut die neue Antenne spielt" soll (darf) man sich den im öffentlichen und für jedermann abhörbaren Funk, ohne Angst vor den Folgen einer Aussage unterhalten?
Politik, Gesellschaft, Corinna, oder gar VT und ChemTrails..? - Ganz sich sind das heute keine Themen mehr, über die man in der Öffentlichkeit sprechen sollte!

Wie jede Errungenschaft/Technologie, wird sich auch die Funktechnik weiter wandeln, aber die Technik wird nicht vollständig verschwinden. Die Zukunft des klassischen Funkens wird in der Zukunft den Aufgewachten und Intelligenten gehören.
Das große Revival wird jedoch erst kommen, nachdem die gesellschaftlichen Systeme zerbrochen sind.
 

Prof.Dr.M

Member
Erinnert mich gerade ein wenig an Perry Rhodan (kennen vermutlich auch eher die ältere) oder mal bei NAVY CIS , als die ganze moderne digitale Technik "blockiert" wurde und sie deshalb mit der guten alten Technik arbeiteten. Bei PR, soweit ich mich erinnere, sogar mit alten Propellermaschinen!

Im "Notfall" wenn das Internet, das Handy oder Festnetz mal nicht (mehr) funktioniert, dann merkt man wie "gut" doch so alte Technik sein kann!
 

Die Waldfee

Active member
Perry Rhodan - der Terraner. Klar!
hab ich im Jünglingsalter ein paar Hefte von gelesen, war aber nicht so mein Ding.

Im "Notfall" wenn das Internet, das Handy oder Festnetz mal nicht (mehr) funktioniert, dann merkt man wie "gut" doch so alte Technik sein kann!
Ja, aber wenn dieser Notfall länger anhalten sollte,
dann nutzt die alte analoge Kommunikation auch nicht mehr sehr viel bzw. nur denen, die darauf vorbereitet waren
und weitere Maßnahmen getroffen haben..

Es wird völlig unmöglich sein, auch nur 10% unserer Infrastruktur ohne moderne Kommunikation aufrecht zu erhalten.

Fee.
 

Felis

Member
Nein, ich hab die Hoffnung noch nicht aufgegeben und werde dies wahrscheinlich auch in der Zukunft nicht.
Zumindest solange nicht, bis der Gesetzgeber die Rahmenbedingungen ändert.

Ich hatte vor einigen Wochen zufällig eine Gruppe kennenlernen dürfen, die sich mit Lichttelefonie beschäftigt. Also einem Vorläufer der Funktechnik aus der Zeit um 1910-1915, der jedoch noch bis in die jüngere Vergangenheit militärisch genutzt wurde. Hochinteressant!
Und auch die Röhrentechnik, abseits von HiFi und Musikern, erfreut sich immer noch der Beliebtheit einer gar nicht so kleinen Gemeinschaft.

Das Funk-Hobby wird sich, wie viele andere Dinge verändern, aber es wird immer Menschen geben, die an Geräten basten, Antennen bauen und erproben,.. - Die sich einfach für die drahtlose Übertragung als Hobby interessieren.
Aber es werden weitaus weniger sein als heute!
Der Umstand, dass es dann weniger neue und dafür wesentlich mehr ältere Geräte in Benutzung geben wird, wird das Basteln zusätzlich befeuern.


Die Funktechnik, insbesondere CB-Funk, hat nicht nur für mich eine wichtige Funktion als "Kommunikationsmittel im Krisenfall". Warum ausgerechnet CB-Funk hatte ich schon geschrieben - Für jeden frei zugänglich, kostengünstige Technik, ausreichende Reichweite,..
Der Ansatz hier eine Alternative zu Handy/Internet zu sehen, ist meiner Meinung nach, aber viel zu ambitioniert angesetzt und auch konzeptionell falsch. Wir sind froh, wenn mir im Fall der Fälle ein einigermaßen stabiles, lokales Netzwerk mit etwa 5km Maschenweite halten können.
Dies ist schon heute manchmal nicht so einfach...
 

Die Waldfee

Active member
Ich hatte vor einigen Wochen zufällig eine Gruppe kennenlernen dürfen, die sich mit Lichttelefonie beschäftigt. Also einem Vorläufer der Funktechnik aus der Zeit um 1910-1915, der jedoch noch bis in die jüngere Vergangenheit militärisch genutzt wurde. Hochinteressant!
Ich meine zu Wissen, das Lichttelegrafie auch heute noch auf Kriegsschiffen aller Länder eingesetzt wird.

Und auch die Röhrentechnik, abseits von HiFi und Musikern, erfreut sich immer noch der Beliebtheit einer gar nicht so kleinen Gemeinschaft.
Da hast du als Insider (Röhrenmuseum) sicher einen tieferen Einblick.
Werden nicht auch heute noch bei L/M/K Sendern ab kW Leistungsbereich ausschließlich Röhren in den Endstufen eingesetzt?

CU
F.
 

Felis

Member
Lichttelegrafie war mir klar, dass die im maritimen Sektor noch heute eingesetzt wir. Diese ist auch fester Bestandteil der Seemännischen Ausbildung (zivil wie militärisch).
Aber dass die Lichttelefonie nach 1950 noch weiterbetrieben wurde wusste ich nicht. Im Prinzip wird hierbei eine Glühlampe mit NF moduliert und das Lichtsignal beim Empfänger mittels einer Photozelle demoduliert. Im 1. Weltkrieg war diese Technik in der Bunker-/Festungskommunikation vielfach eingesetzt, weil einfach und vollkommen abhörsicher.

Naja, wenn ich sehe, dass ich jährlich um die 1200-1500 Besucher im Museum habe, ist das Interesse ungebrochen (zumindest bis vor Corona). Doch auch bei mir hat sich der Gesprächsinhalt zusehens verändert. Es stehen nicht mehr die Röhren als "Objekt der Faszination" im Vordergrund, sondern die Geschichte deren Entstehung und vor allem der Anwendung (meist im weltpolitischen/kulturellen Kontext).

Rundfunksender werden überall in Europa seit vielen Jahren abgeschaltet und abgerissen, so dass heute so gut wie nichts mehr davon existiert (Ausnahme England). Einige Sender der deutschen Sendestellen wurden verkauft, die meisten jedoch vernichtet, da hier Vereinbarungen/Gesetze aus den Besatzungsrechten greifen.
Doch schon vorher war von den Röhren nicht mehr viel im Einsatz. Die kleineren Sender bis 10kW waren schon länger voll transistorisiert und selbst die Größeren mit 100-500kW hatten nur noch in der Modulations- und RF-Endstufe Röhren in Einsatz (wenn auch Beeindruckende).
Die große Domäne der Röhrentechnik ist heute die Medizin und Rüstung, sowie einige andere Sonderbereiche. Selbst die Forschung setzt nur noch wenige Röhren ein, wobei hier zumeist auf Simulation anstatt Erprobung gesetzt wird.

Um auf das Thema Notfunk zurück zu kommen, ist es sehr interessant, dass viele Länder noch MW/KW-Röhrensender als Notreserve betriebsfähig halten. Der vollkommene Ausstieg, ohne dass es eine Alternative gibt, wird meines Wissens nur in Deutschland und einigen europäischen Ländern beschritten. Erinnert an die Anschaltung der Warnämter und Sirenen, oder Ortssprechanlagen nach 1990..,
Heute wären viele Institutionen froh wenn die alte Technik noch da wäre - und müssen schweigen.. Aber das ist eine andere Geschichte.
 

Bernhard

Member
Moin!
Danke für Eure Antworten und fachlich fundierte Erklärungen!
Von meinem "Rest-Latein" fällt mir dazu nur "tempora mutantur" ein.
Eventuell ist es wirklich so, das innerhalb der Generationen eine andere Sichtweise auf die Dinge stattgefunden hat.
Es fehlt m.E. vor Allem die Bereitschaft, sich selbst etwas anzueignen.
Das "Vorgekaute" ist leichter verdaulich, und ja sooo bequem.
Ob es mit dem Intellekt der Funk-User was zu tun hat, würde ich auch eher bejahen. Alldieweil selbiger im Durchschnit der Bevölkerung wohl sinkt. Warum wohl? Sind unsere Pädagogen plötzlich verblödet?
Die Ausführungen über Röhrentechnik haben mich, dankeswerter Weise, etwa 50 Jahre zurückbefördert.
Ich habe auch mal so angefangen, inspiriert vom Grossvater.
Meine ersten Rx waren mit EF98, dann mit EF80, und mit einer ECC? in Cascode- Schaltung.
Mein letzter Rx steht noch hier auf'm Tisch. Vor etwa 30 Jahren gebaut, geht noch ganz gut. Natürlich nicht vergleichbar mit heutigen Geräten.
Aber "selbstgeschnitzt".

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Bernhard

Member
Anmerkung meinerseits:
Das dargestellte Gerät ist kein Röhrengerät.
Es hat in der 2-Kreis Vorstufe 2×BF245, dann 1×BF245, und dann für NF einen 2-stufigen IC.
Leistungsmässig ist es in etwa mit dem "TornEb" vergleichbar.
Diesen haben wir mal versucht zu restaurieren.
Irgendwann hat's dann auch geplappt - mit einigen neuen Keramik-Trimmern

B-.
 

Felis

Member
@Bernhard "Es fehlt m.E. vor Allem die Bereitschaft, sich selbst etwas anzueignen."

Was erwartest du generell von den jungen Menschen?
Die heutigen Kinder sind weder schlauer, noch dümmer wie wir selbst es in diesem Alter waren. Viele können sich ihre Wissbegierigkeit/Neugier auch recht lange bewahren, aber spätestens mit der Pubertät, wenn sie erkennen was in dieser Gesellschaft wirklich zählt, ist es dann bei den Meisten vorbei.
Wenn man von klein auf lernt, dass Leistung, Einsatz, Kenntnisse und Fähigkeiten, in der Gesellschaft nichts mehr zählen und später meist nur gegen einen selbst verwendet werden, handelt man entsprechend..
Und was Hänschen nicht lernt, lernt der Hans nimmermehr!

Die Bereitschaft zu lernen ist bei den Kindern vorhanden (angeboren), aber unsere heutige Gesellschaft setzt alles daran diese Ansätze möglichst schnell und nachhaltig zu zerstören. - Die Arbeitsbiene braucht schließlich keine so hohe Intelligenz!
 

Die Waldfee

Active member
Die Bereitschaft zu lernen ist bei den Kindern vorhanden (angeboren), aber unsere heutige Gesellschaft setzt alles daran diese Ansätze möglichst schnell und nachhaltig zu zerstören. - Die Arbeitsbiene braucht schließlich keine so hohe Intelligenz!
Ja, genau. das Wahlvieh soll produzieren und konsumieren.
Die "Elite" hat größtes Interesse daran, den "Pöpel" gleichzuschalten
und jede andere Denkart zu denunzieren und zu kriminalisieren,
was angesichts der jahrzehnte langen Umerziehung nicht schwer fällt.

Einen Willen zur Änderung aus dem Volke heraus wird es erst geben, wenn es zu spät ist.

Aber ich glaube, wir schweifen etwa vom eigentlichen Thema des Threads ab. :oops:
 

Felis

Member
Hast ja recht - schlechtes Thema für diese Forum :rolleyes:
Aber ich wollte die pauschale Aussage von @Bernhard nicht unkommentiert lassen.
Der Mensch wird nicht böse und dumm geboren, das kommt erst durch Erziehung und Indoktrination.


Die Diskussions- und Gesprächskultur, die @Bernhard ansprach ist etwas, was aus der Gesellschaft und dem Umgang zwischen Menschen entsteht. Dabei gibt es letztlich kein gut und schlecht, weil der die beteiligten Personen betreffende Zustand, als kulturelle Übereinstimmung dieser temporären Gruppe angesehen werden muss..

Ich denke der Hintergrund der Frage war nicht direkt die "Konversationskultur", sondern ehr die gesellschaftlichen Werte, wie Respekt, Höflichkeit und Hilfsbereitschaft.
Da diese Werte heute, in der Gesellschaft immer unpopulärer und unwichtiger werden, ist auch in der Funk-Konversation ein zunehmendes Defizit zu beobachten. Heute dominieren leider oft Beleidigung, Vorurteile und eine gewisse ideologische Verblendung... Da dies jedoch die Folge einer generellen gesellschaftlichen Veränderung sind, ist ein Gegensteuern schwierig bis unmöglich.

Ich merke ja auch in vielen Gesprächen (nicht nur Funk), dass die Konversationen deutlich rauher und ideologischer werden. Häufig wir dann Unwissenheit und fehlende Einsicht, einfach durch Arroganz und abgedroschene Phrasen ersetzt…
Wenn mir die Art/Einstellung von jemand missfällt, weise ich diesen darauf hin und wenn es nicht fruchtet, endet das Gespräch eben.
Sorry, aber ich lass mir Meine Werte und Einstellung nicht diktieren!
 

Die Waldfee

Active member
Die Diskussions- und Gesprächskultur, die @Bernhard ansprach ist etwas, was aus der Gesellschaft und dem Umgang zwischen Menschen entsteht. Dabei gibt es letztlich kein gut und schlecht, weil der die beteiligten Personen betreffende Zustand, als kulturelle Übereinstimmung dieser temporären Gruppe angesehen werden muss..
Ja, da möchte ich dir eindeutig zustimmen.
Hört man z.B. den üblichen Umgangston im bildungsfernen Milieu, bei Asylanten, Fußallfans, unter Rappern und anderen,
und vergleicht diesen mit dem Ton in z.B. den pseudodemokratischen "Diskussionsrunden" im Fernsehen, die ja häufig sogar als
"kontrovers" beworben werden, so ist das von ganz erheblichem Unterschied.
Was bei erstgenannten noch Schmusekurs ist, wird bei letztgenannten schon zu entsetzen führen.

Ich merke ja auch in vielen Gesprächen (nicht nur Funk), dass die Konversationen deutlich rauher und ideologischer werden. Häufig wir dann Unwissenheit und fehlende Einsicht, einfach durch Arroganz und abgedroschene Phrasen ersetzt…
Ist das wirklich so?
Sind nicht vielmehr der Ungeist der sog. "politischen Korrektheit" und schleimige, aalglatte und nichtssagenden eingeübte
Satzkonstrukte, politisch motivierte Instrumente, die nur diesen Anschein entstehen lassen?
Was heute in der multikulturellen, genderverseuchten "Konversationskultur" als "korrekt" (will heißen, politisch korrekt) gilt,
das erinnert doch sofort an das "Neusprech" der "EngSoc" - Partei in Georg Orwells Werk "1984", heute aktueller denn je.
Da wird "Konversationskultur" vergewaltigt als Mittel zum Verschleifen kritischer Äußerungen, ja sogar zur Kriminalisierung
von Wörtern und Slogans, die sich nicht ins Weltbild der "herrschenden Klasse" einfügen.

Wie kann es sein, dass die Verwendung des Wortes "Vaterland" als "anstößig" angesehen werden kann?
Warum sind es keine Asylanten mehr sondern "flüchtende".
Warum sind linke Gewalttäter "Aktivisten die in Kleingruppen auftreten", rechte Gewalttäter aber "marodierende Horden"?
Warum ist es verboten, Schwarzafrikaner als "Neger" (von Negro = schwarz) zu bezeichnen?
Es ist noch nicht allzu lange her, da sang Marius Müller Westernhagen "die Neger die sind dunkel". In jedem Film der 70er, 80er
Jahre ist regulär und völlig wertfrei von "Negern" die Rede.
Aktuell ist es verboten, Schwarzafrikaner so zu bezeichnen.
Gleichzeitig ist es nicht strafbar, wenn sich Schwarzafrikaner gegenseitig sogar als "Nigger" (und das ist und war nun wirklich
schon immer ein herabwürdigendes Schimpfwort) bezeichnen. Zumindest ist mir kein Fall bekannt, das dieses je geahndet wurde.
Grüne Abgeordnete dürfen offen sagen "Deutschland, du Stück Scheiße". Ich darf aber nicht "zehn kleine Negerlein" singen.
DAS ist Konversationsrassismus pur!

Nein, mein lieber Felis,
"Konversationskultur" ist längst eine Waffe zur Bekämpfung der Meinungsfreiheit und zum massiven Framing der Massen geworden.

Sorry, aber ich lass mir Meine Werte und Einstellung nicht diktieren!
Die Hirnwäsche ist subtil und unterschwellig, demagogisch und machtpolitisch gesteuert.
Sie ist allgegenwärtig, auch hier im Forum, wo sich auch Leute, die es besser wissen müssten, sich nicht zu Schade sind,
konträre Meinungen mit dem "Nazivergleich" zu würdigen.

Wer nicht zu seinen Werten offen steht, der ist schon Opfer der Meinungsdiktatur.
Das politische Steuern des Konversationsgebaren ist seit vielen Jahren eines der schärfsten Werkzeuge der Diktatoren.

Noch eine Anmerkung, speziell zum Thema "Gesprächston unter OM und CB-Funkern":
Sprüche wie "das ist unser Kanal, verpiss dich du Wichser", die gab es vor 45 Jahren schon, und die gibt
es heute noch.
 
Zuletzt bearbeitet:

Felis

Member
@Die Waldfee ich verstehe deinen Frust und natürlich ist die Sprache die schärfste Waffe von Politikern und Despoten. Aber das Entscheidende ist doch, was ich erwarte, dass von meinem Gesprächs-/Diskussionspartner kommt.

Wenn ich mich mit einem Engländer unterhalt, können wir dies in Deutsch oder Englisch tun. Der, der die Sprache des anderen wählt, zollt diesem Respekt/Anerkennung. Wenn ich mit einem Rapper, oder Anhänger dieser Szene spreche, dann können wir dies auf "rapisch" - oder wie immer das heißt, oder eben klassischem Deutsch tun. Aber in diesem Fall werden in die Unterhaltung Rap-Elemente unweigerlich einfließen. Das ist kein mangelnder Respekt des Rappers mir gegenüber, sondern die von ihm gelebte Kultur.
Was man respektiert/akzeptiert oder als Respekt/Akzeptanz empfindet, liegt alleine in der Gesprächsführung und beim jeweiligen Gegenüber.

Was ich mit rauher und ideologischer meinte, ist die unkritische Übernahme von fremden Ansichten/Standpunkten und die Verteidigung derselben gegen jeden nicht zustimmenden. Auch wenn schon früher die Fetzen ab und an geflogen sind, wie bei deinem Beispiel, war dies meist in Bezug auf eine explizite Situation und die eigene Ansicht.

Heute werden, sicherlich auch als Folge des permanenten Framing, Natching, Skaling, usw., viele grundsätzlich verschiedenen Dinge wild vermischt. Die haltlosen Menschen versuchen einen Bezugspunkt in der sich auflösenden Gesellschaft zu finden bzw. zu bewahren. Das Ergebnis ist ein allgemeiner Verlust der Werte, Frust und gesteigerte Gewaltbereitschaft - wozu auch verbale Gewalt zählt.
Political Correctness beschreibt lediglich das bedingungslose Teilen der Politischen Meinung und Ansichten - Was letztlich nichts anderes als gelebt Meinungsfreiheit ist!

Was stört dich, wenn dein Nachbar ein zugewanderter Afrikaner wäre?
Wäre das, was dich daran stört wirklich deine Meinung oder nur eine Meinung die dir indoktriniert wurde?
Woher weißt du eigentlich so sicher, dass er überhaupt aus Afrika kommt?
Eigentlich ist er doch nur etwas was du dir auf Basis von Vergleichen vorstellst!
Wie hat sich dein tiefes Denken in den letzten Jahren, speziell nach 2015, als unsere Regierung die Massen ins Land holte, verändert?
Natürlich kannst du auch ein beliebiges andere Beispiel nehmen.

Wenn du "Konversationskultur" als eine Waffe zur Bekämpfung der Meinungsfreiheit der Massen siehst, haben die Indoktrineure doch schon gewonnen. Denn mit dieser Aussage rufst du ja selbst zum Widerstand gegen jede Konversationskultur!


Wir leben in einer Zeit, in der sich das was die Gesellschaft bisher ausmachte, immer mehr aufgeweicht, gelöst und zerstört wird. Wobei nicht einmal bekannt ist wer im Hintergrund die Fäden in der Hand hält und welches Ziel dieser in Detail verfolgt.
Heute können wir nicht viel mehr tun als unser Erbe, unsere Kultur und Sprache in Gruppen, notfalls in einzelnen Personen zu bewahren. Nur wer die ersten Wellen, die über uns hinwegfegen übersteht, wird danach, wenn das Wasser ruhiger wird, aufstehen können.

Wenn die Gesellschaft zerfällt, dann reduzieren sich Werte, Kultur, usw. lediglich auf die kleinste, verbleibende Einheit - den einzelnen Menschen!
Ich hoffe du verstehst, was ich dir sagen will..
 

Die Waldfee

Active member
Was stört dich, wenn dein Nachbar ein zugewanderter Afrikaner wäre?
Was soll die Frage?
Warum unterstellst du mir, mich würde das stören?

Wenn du "Konversationskultur" als eine Waffe zur Bekämpfung der Meinungsfreiheit der Massen siehst, haben die Indoktrineure doch schon gewonnen. Denn mit dieser Aussage rufst du ja selbst zum Widerstand gegen jede Konversationskultur!
Durchaus möglich, dass ich mich missverständlich ausgedrückt habe,
dann bitte ich dafür um Entschuldigung.

Auch ist es möglich, dass du meinen Text nicht mit der gebotenen Sorgfalt gelesen hast,
dann lese bitte nochmals nach.

Vielleicht wills du mich auch absichtlich falsch interpretieren, dann Asche auf dein Haupt.

Fakt ist, dass ich von der Vergewaltigung der Konversationskultur als politisches Mittel geschrieben habe:
Da wird "Konversationskultur" vergewaltigt als Mittel zum Verschleifen kritischer Äußerungen, ja sogar zur Kriminalisierung
von Wörtern und Slogans, die sich nicht ins Weltbild der "herrschenden Klasse" einfügen.


Damit mache ich auf Gefahren aufmerksam und rufe zum SCHUTZ der Konversationskultur gegen deren Mißbrauch
und Verbiegung auf, aber doch nicht zum "Widerstand gegen jede Konversationskultur!"

Ich bitte dich, das zur Kenntnis zu nehmen und nicht ganz so leichtfertig mit Beschuldigungen zu hantieren,
damit verwässerst du deine sonst z.T. soliden Aussagen.


... Wobei nicht einmal bekannt ist wer im Hintergrund die Fäden in der Hand hält und welches Ziel dieser in Detail verfolgt.
Sorry, aber wer die Fäden zieht ist hinreichend bekannt.
Und das Ziel ist die Anhäufung von Vermögen.

Ich hoffe du verstehst, was ich dir sagen will..
Dito?

Gruß,
Fee.
 
Zuletzt bearbeitet:

Bernhard

Member
Moin!
Nochmals "Danke" für Eure Beiträge zu dem Thema!
Manches hat doch gewisse andere Sichtweisen offenbart.
Das Ganze ist wohl etwas komplexer, als es zunächst schien - bei meiner Fragestellung.

Abschliessend möchte ich dazu bemerken:
Werte, die über viele Generationen das Land und das Volk vorwärts gebracht haben, dürfen nicht in den Dreck getreten werden!
Jene, die diese Werte heute ablehnen und als "nationalistisch" verteufeln, haben auch irgendwann mal von diesen Werten profitiert - oder tun dies jetzt noch. Oder ihre Eltern, die ihnen endlose Hochschulstudien ermöglicht haben.
Bis dann die diversen "Studiosi" es vorzogen - ohne Abschluss - in die Politik zu gehen.

Gruß, Bernhard.
 

Die Waldfee

Active member
Abschliessend möchte ich dazu bemerken:
Werte, die über viele Generationen das Land und das Volk vorwärts gebracht haben, dürfen nicht in den Dreck getreten werden!
Jene, die diese Werte heute ablehnen und als "nationalistisch" verteufeln, haben auch irgendwann mal von diesen Werten profitiert - oder tun dies jetzt noch. Oder ihre Eltern, die ihnen endlose Hochschulstudien ermöglicht haben.
Bis dann die diversen "Studiosi" es vorzogen - ohne Abschluss - in die Politik zu gehen.

Gruß, Bernhard.
Hallo Bernhard,
ich stimme dir herzlich zu.
Gerade unter den aalglatt geschulten Linken und Grünen Neusprechprofis finden sich erstaunlich viele
Versager ohne jede Ausbildung aber mit reichen Eltern. Und auch noch ein paar RAF-Anwälte und 69er Steinewerfer.
Und schlimmeres.

Um Anfeindungen vorab entgegen zu treten.
sei nochmal der Hinweis gegeben, das Begriffe wie Werte, Nationalstolz, Patriotismus, Sauberkeit, Pflichtbewusstsein
rein Garnichts mit dem Nationalsozialismus des dritten Reiches zu tun haben.

Es ist traurig das man überhaupt darauf hinweisen muss,
aber die Erfahrung lehrt, dass seit Jahrzehnten gezielt dieser Unterschied in Deutschland weggewaschen und weggeredet
wird, insb. auch in unseren Schulen, wo junge Hirne noch leichter zu beeinflussen sind.
(Wer mehr darüber wissen möchte informiere sich z.B. über die "Frankfurter Schule")

Damals wurde das dumme Volk auch durch geschickte Agitatoren und Redner (wie Göbels) ins Verderben geführt,
so wie es heute wieder passiert, nur unter invertiertem Vorzeichen. Die heutigen Hetzer und Redner sind wohlbekannt.
Und damals wie heute meint das Wahlvieh, "die da oben werden schon wissen, was sie machen".

"Die da oben" wissen es, ganz sicher. Aber WIR müssen es wissen, das ist viel wichtiger!

Damals war der Faschismus rechts, heute ist der Faschismus links.


Gruß,
dWF.
 
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